Morning Briefing 30. Oktober 2019 – Cyber Crime Special

Guten Morgen,

Nun ja, auch wenn es eigentlich bitter ist: es entbehrt schon nicht einer gewissen Ironie, dass uns aller „Digitalminister“ bei einer Digitalisierungskonferenz im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Nase fällt“ (hier). Zwar kann ich seine „Digitaisierungs-Staatssekretärin“, Frau Bär, verstehen, wenn sie über die entsprechende Häme im Netz „abkotzt“ (hier). Allerdings – und darauf reite ich schon seit einiger Zeit rum (hier, s. Kommentierung bei „Respektrente“) – ist die Relation zwischen den konsumtiven und den investiven Aufwendungen im Staatshaushalt so weit aus der Balance geraten, dass Deutschland ob des dadurch entstehenden Rückstands im globalen Wettbewerbs insgesamt noch viel schmerzhafter auf die Nase fallen dürfte. Dies zeigt sich auch im nachfolgenden Cyber-Crime-Special, bei dem die öffentliche Verwaltung in Form des Berliner Kammergerichts ein sehr unrühmliches Beispiel abgibt (ich sage nur: Windows95!). Deswegen: Gute Besserung, Herr Altmaier! Wir brauchen Sie gesund und tatendurstig.

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Morning Briefing – 29. Oktober 2019 – „Sub-G7-Special“

Guten Morgen,

Das geht alles so schnell beim Brexit-Aufschub – da kommt der Countdown-Zähler gar nicht hinterher, der steht nämlich immer noch bei 2 Tagen und dem Rest von heute.  So schnell wird es nicht gehen. Nachdem PM Johnson die Abstimmung über einen mit der EU verhandelten Deal zumindest bezüglich des Zeitplanes verloren hatte (hier), musste eine Verlängerung der Austrittsfrist her. Zwar hatte Mr. Johnson vorher einmal vollmundig angekündigt, dass er eher „tot im Graben“ liegen wolle, denn einen Verlängerungsantrag einreichen, aber das Parlament zwang ihn dann genau zu diesem Antrag (hier), den die EU dann auch annahm – und eine Fristverlängerung bis 31. Januar 2020 gewährte (hier). Gestern dann lehnte das Parlament erst einmal den Antrag auf vorgezogene Neuwahlen ab (hier). Zwar wird Herr Johnson versuchen, den Antrag heute als Gesetz einzubringen, aber er hat keine eigene Mehrheit mehr, wäre also auf zumindest einige Stimmen der Opposition angewiesen. Und nun geht auch noch der legendäre Speaker, John Bercow (hier) zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Aber vielleicht gibt es ja doch Neuwahlen und dann eine Mehrheit für ein zweites Referendum…

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Morning Briefing 28. Oktober 2019 – Wirtschaftskriminalitäts-Special

Guten Morgen,

So, zumindest bei der „Prophezeiung“ für die Ergebnisse der Landtagswahlen für 2019 (hier, s. Ziff. 4) habe ich dann zumindest schon mal einen Achtungserfolg erzielt: Zwar hat die AfD bei der Europawahl nur knapp 11% und nicht die befürchteten 20% geholt (hier), aber in Sachen (hier), Brandenburg (hier) und Thüringen (hier) jeweils deutlich über 20% – und in Thüringen und Sachsen ist die SPD tatsächlich nur noch einstellig. Und angesichts des Einbruchs der CDU in Thüringen gestern würde ich mal davon ausgehen, dass ich auch bei Punkt 5. meiner Prophezeiungen einen Achtungserfolg erringen werde… (allerdings ist vdL schon Kommissionschefin, da wird sie dann nicht noch bei der Nato aktiv werden.

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Carmageddon – kein Ende in Sicht…

Seit meinem letzten Post zu diesem Thema (hier) sinkt offenbar nicht nur die Stimmung im deutschen Automobilbau weiter (hier), auch die objektive Lage scheint sich zu verschlechtern. So verdreifachte sich die Zahl der Zahlungsausfälle im Automobilbereich innert eines Jahres, wie die Automobilwoche beruhend auf Auswertungen von Atradius meldet (hier, danke msc).

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Morning Briefing – 25. Oktober 2019 – „Banken-Special“

Guten Morgen,

MEINE FRESSE: Gestern noch hatte ich es als „irre“ bezeichnet, dass die Fed jeweils USD 120 Mrd. über Nacht als Überbrückungsfaszilität dem Interbankenmarkt zur Verfügung stellt – nur um dann zu lesen, dass es letzte Nacht tatsächlich USD 134 Mrd. waren (hier)! Auch angesichts der Tatsache, dass die Fed damals (vor etwas mehr als einem Monat!) von der „Austrocknung“ des Interbanken-Marktes überrascht wurde (hier) sollten wir uns alle darüber im Klaren sein, dass die Zentralbanker NICHTS im Griff haben – und wir gerade am Rand des Vulkans tanzen. Ja, ich weiß, Sie verdrehen die Augen und denken, DER schon wieder. Aber lesen Sie unten einfach weiter….

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Morning Briefing 24. Oktober 2019 – Repo & Co // Leveraged Loans // Unternehmensanleihen

Guten Morgen,

Noch zwei Monate – bis Weihnachten ;-))). Mal ein kleiner Scherz als Start in ein nicht unbedingt erfreuliches Morning Briefing:

Nach Jahren des „jetzt muss es doch mal losgehen“ bin ich natürlich ein gebranntes Kind, aber was sich derzeit im US-Finanz-Markt (vor dem Hintergrund immer düsterer Prognosen zur weltwirtschaftlichen Entwicklung, s. nur hier) abspielt, kann man nur als „The NEXT BIG THING“ bezeichnen. Die Fed mit ihrem nun institutionalisierten Repo-Rahmen, der von Woche zu Woche größere Dimensionen annimmt, obwohl sie noch im September von „normalen Verhältnissen“ sprach und ein „Markt“ für Unternehmensverschuldung (Leveraged Loans, Anleihen) scheinbar die ersten Anzeichen einer „Überhitzung“ aufweist, zeigen, dass im Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“ vielleicht doch auch ein paar Grenzen existieren könnten.

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Morning Briefing – 23. Oktober 2019 – „Prognose-Special – Teil II“

Guten Morgen,

Noch acht Tage und der Rest von heute bis zum Brexit – und das britische Parlament robbt sich zum Exit, während Mr. Johnson Pause machen will (hier).

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Morning Briefing 22. Oktober 2019 – WeWork // Netflix // Woodford

Guten Morgen,

Noch 9 Tage und der Rest von heute bis zum Brexit – und Mr. Bercow hat eine erneute Abstimmung über „den Deal“ erst einmal gestoppt (hier und hier). Mit der selben Argumentation übrigens, mit der er die damaligen Versuche von Mrs. May, ihren Deal durch stetige Neuabstimmungen durchs Parlament zu bringen, scheitern ließ. Das Thema dürfte uns also erhalten bleiben.

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Morning Briefing – 21. Oktober 2019 – China-Special

Guten Morgen,

Noch 10 Tage und der Rest von heute bis zum Brexit – vielleicht hat ja die unendliche Geschichte heute doch ein (Happy?) End, wenn nämlich a) Mr. Bercow als noch amtierender Parlamentspräsident die erneute Abstimmung über den von PM Johnson ausgehandelten Brexit-Deal zulässt (hier) und b) das Unterhaus dann auch dem Deal zustimmt (hier). Na, schaun mer mal….

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Morning Briefing 18. Oktober 2019 – Wasserstoff // Batterien // Recycling

Noch 13 Tage und der Rest von heute bis zum Brexit – und scheinbar haben sich Mr. Johnson und die EU zu einem Kompromiss durchgerungen (hier). Der Backstopp ist weg, sprich, die EU hat den Kottau geleistetet, den sie Frau May immer verweigert haben. Sprich, der Populist könnte, wenn nicht eines der 27 EU-Mitglieder oder das britische Parlament ausflippt, im Endeffekt „siegen“. Tolle Show. Hätte man auch früher haben können.

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