Morning Briefing 25. März 2020 – Müller // Feld // Dibelius

Guten Morgen,

Rettungsschirm – der Bundestag wird heute – nach nur halbstündiger Aussprache (!) – über das „Corona-Abmilderungsgesetz“ abstimmen (hier), das so ziemlich den heftigsten Eingriff in die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft seit Bestehen der Bundesrepublik beinhaltet. Eins, meine Damen und Herren, kann ich Ihnen jetzt schon sagen: Anwälte werden an den entsprechenden (Verfassungs-)Klagen reich werden….

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Morning Briefing 23. März 2020 – Mundschutzmasken // Einzelhandel // Medizintechnik

Bevor ich an dieser Stelle überhaupt weiter diskutiere: Read.This.Article! Nach meiner Ansicht die derzeit umfassendste für Laien verständliche Darstellung zum Umgang mit dem Coronavirus. Wenn Sie dann noch Lust und Zeit haben, hören Sie sich noch den Podcast von Prof. Dr. Drosten vom Freitag an (hier), der gerade – in meinen Augen völlig zu Unrecht – von Herrn Steingart im Morning Briefing zerrissen wird (hier). Aber hören Sie selbst.

Lagerkoller bei Herrn Steingart? Ich weiß es nicht, denn er stellt ja an sich schon die richtigen Fragen – so, wie geht das eigentlich mit der Demokratie zu, wenn die umfassendsten Beschränkungen von Freizügigkeit und Versammlungsfreiheit seit Ende des 2. Weltkrieges ohne Parlamentsbeschluss zu Stande kommen? Auch wenn Frau Merkel gerne das Wort „Ausgangssperre“ vermeidet, so dürfte „Kontaktverbot“ doch nur noch einen „rechtlichen Millimeter“ davon entfernt sein (s. dazu hier).

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Morning Briefing – 18. März 2020 – Fehler // Lösung? // Blasenbildung

Guten Morgen,

„Niemand hat die Absicht eine Ausgangssperre zu verhängen“ (hier). Ich gebe der (restlichen) Bewegungsfreiheit in Deutschland gleichwohl nur noch 48, höchstens aber 72 Stunden – dann werden die Politiker sich wieder einem – imaginären – Druck irgendwelcher Pressehäuser beugen (s. nur hier) und angesichts des (natürlich völlig unvorhersehbaren) Anstiegs der Fallzahlen (kommt davon wenn man Exponentialismus nicht versteht, s. hier oder auch die „Logik des Misslingens“ nicht kennt) eine allgemeine Ausgangssperre als „alternativlos“ verkünden (natürlich nur, weil die Bürger so unvernünftig sind).

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„2020 – Cassandras Blick in die Glaskugel“ – in Zeiten der Corona

Normalerweise veröffentliche ich um diese Jahreszeit unter der Rubrik „In eigener Sache“ meinen jährlichen „Cassandra-Ruf“, sprich die Prognose fürs Jahr (s. zuletzt hier). Könnte ich auch dieses Jahr wieder machen, denn die ZInsO hat zuverlässig wie immer meine Prognosen veröffentlicht.  Und das Ergebnis (das Sie hier selber lesen können) lässt sich in meinen Augen durchaus sehen. In dieser Prognose, die den Informationsstand vom 24. Januar 2020 abbildet, hatte ich allerdings noch nonchalant darauf hingewiesen, dass „quasi als „Joker“ in 2020 die aktuelle Corona-Pandemie für eine wesentliche Verschlechterung des Basisszenarios sorgen könnte.“ (s. ZInsO 2020, 441, 464). Nun ja, wir wissen mittlerweile aus einschlägigen Filmen, wie unberechenbar der Joker sein kann. So unberechenbar, dass ich nun schon Mitte März meine Jahresprognose für 2020 revidieren darf.

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Coronavirus – kein schwarzer Schwan!

Um bereits jetzt die beliebte Flucht in den berühmt-berüchtigten und nicht vorhersehbaren „schwarzen Schwan“  per se auszuschließen und um gleichzeitig Grundlagen für die Szenarioplanung in Unternehmen zu liefern, nachfolgend mal die mir bekannten Simulationen, Übungen und Szenarioplanungen zum Thema „Pandemie“:

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Coronavirus – Zügige „Durchseuchung“ oder Überlastung des Gesundheitssystems?

In einem vorherigen Post zu Corona hatte ich das Dilemma der Politiker dargestellt, wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung angesichts der Pandemie geht (hier). Aber die politischen Entscheidungsträger stehen vor einem weiteren Dilemma, diesmal medizinischer Art:

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Coronavirus – Tests als Nadelöhr

Für die (politischen) Entscheidungen wäre ein aktuelles und einigermaßen korrektes Lagebild durchaus wünschenswert, um es vorsichtig auszudrücken. Bei der aktuellen Corona-Pandemie wird das Lagebild vorrangig durch die Zahl der Neu-Infizierten und Toten bestimmt. Diese Bestimmung erfolgt über Tests. Ergo, um mal DIE WELT zu zitieren: „Wichtig für das Lagebild: Möglichst viel testen„. Nur so kann man Fehlentscheidungen vermeiden. Wie sieht es aber mit den Testmöglichkeiten, vor allen Dingen in Deutschland, als Basis aller Entscheidungen aus?

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Corona – Exponentialismus in der Praxis

Auf Grund der dynamischen Entwicklung des nun auch offiziell von der WHO als Pandemie eingestuften Corona-Ausbruchs (hier), ist es aktuell nicht möglich, „belastbare“ Zahlen bezüglich Infizierten, Kranken und Sterberate zu liefern. Ein Freund von mir (ja, Steffen, von dir ist die Rede), alt, weiß und mit Vorbelastung „gesegnet“, modelliert sich derzeit – ganz Naturwissenschaftler – einen Wolf an irgendwelchen Excel-Tabellen, mit denen er den Verlauf der Epidemie hochrechnet. Muss eine Art von morbider Faszination sein, aber ok, wie sagt Schatzi immer: „Jede Jeck is anders!“ Aber, auch wenn alle Zahlen derzeit mit Vorsicht zu genießen sind, so kann man auch als einfacher Blogger (und bekennender Nicht-Natur-Wissenschaftler) aus den bisherigen Entwicklungen in verschiedenen Ländern zumindest erste Hypothesen ableiten:

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Corona – ein klassisches Dilemma für Politiker

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die „Frage aller Fragen“ beim Coronavirus die, wie sich die Konjunkturkurve unter dem Einfluss des Virus entwickelt, „V“, „U“ oder „L“ sind hier die diskutierten Synonyme (s. nur hier). Das Coronavirus hat nun das Zeug für eine klassische Tragödie, stürzt es die Politik(er) weltweit doch in ein Dilemma zwischen dem Schutz der Menschen und dem Schutz der wirtschaftlichen Entwicklung (die aber wiederum auch dem Menschen dienen sollte). Und – wie es sich für ein „gutes“ Dilemma gehört – ist keiner der sich aktuell abzeichnenden Handlungsverläufe dazu geeignet, wirklich frohgelaunt nach vorne zu schauen:

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Morning Briefing 9. März 2020 – Coronavirus-Special

110.276/3.840 ist der aktuelle Stand der Infizierten / Toten durch den Coronavirus weltweit. Aber, je näher die Pandemie zu „uns“ in Deutschland heranrückt, um so mehr interessieren einen auch die Zahlen vor der eigenen Haustür: So weist Italien mit einer „Quote“ von 7.375 / 366 zwar leicht weniger Fälle aus, als Südkorea (7.478/53), aber die Mortalitätsrate dort beträgt nur (grob) 1/7 derer in Italien. Woran liegt das? Vielleicht an denselben Maßnahmen, die Taiwan fast unberührt von diesem Virus erscheinen lassen (hier)? Könnten unsere Krisenmanager in Deutschland von Südkorea und Taiwan lernen? Ja. Werden sie es tun? Ich bezweifele es, wie auch die nachfolgenden Erwägungen des erneuten „Coronavirus-Specials“ zeigen:

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