„2020 – Cassandras Blick in die Glaskugel“ – in Zeiten der Corona

Normalerweise veröffentliche ich um diese Jahreszeit unter der Rubrik „In eigener Sache“ meinen jährlichen „Cassandra-Ruf“, sprich die Prognose fürs Jahr (s. zuletzt hier). Könnte ich auch dieses Jahr wieder machen, denn die ZInsO hat zuverlässig wie immer meine Prognosen veröffentlicht.  Und das Ergebnis (das Sie hier selber lesen können) lässt sich in meinen Augen durchaus sehen. In dieser Prognose, die den Informationsstand vom 24. Januar 2020 abbildet, hatte ich allerdings noch nonchalant darauf hingewiesen, dass „quasi als „Joker“ in 2020 die aktuelle Corona-Pandemie für eine wesentliche Verschlechterung des Basisszenarios sorgen könnte.“ (s. ZInsO 2020, 441, 464). Nun ja, wir wissen mittlerweile aus einschlägigen Filmen, wie unberechenbar der Joker sein kann. So unberechenbar, dass ich nun schon Mitte März meine Jahresprognose für 2020 revidieren darf.

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Morning Briefing – 30. Januar 2020 – Stresstest // Deutsche Bank // Popolare di Bari

Guten Morgen,

7.814/170 – der Status Infizierte / Tote durch den Coronavirus, wenn man den offiziellen Zahlen glauben darf. Sehr guter Kommentar von einem Virologen (das ist dann doch wirklich mal ein Experte ohne erforderliche Anführungszeichen) im Tagessspiegel (hier). Meine Quintessenz: der aktuelle Coronavirus ist ein SARS-Virus in abgeschwächter Form, die Letalitätsrate ist um die zwei Prozent (wenn man den Zahlen glauben darf). Und irgendwann hatte sich das Virus bei der SARS-Infektion 2002/2003 so mutiert, dass es für den Menschen ungefährlich wurde. Muss diesmal nicht der Fall sein, ist aber auch nicht ausgeschlossen. Jede Grippewelle in Deutschland ist tödlicher. Das heißt nicht, dass man das Virus nun ignorieren sollte, aber es ist auch (noch) nicht der schwarze Tod in neuem Gewand.

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In eigener Sache: „Wirtschaftsprognose – Nur etwas für „Profis“?

Im Nachgang zu meiner Keynote beim CFIW-Sommerforum (hier) lud mich Herrn Prof. Dr. Brunsch in seine alma mater, der Hochschule Wildau, um dort – in einer Gastvorlesung die in der Keynote nur angerissenen Themen etwas ausführlicher zu behandeln.

Unter der Überschrift „Wirtschaftsprognose – Nur etwas für „Profis“? – Strategische Frühaufklärung – Praktisch“, habe ich dann am 12. November 2019 erneut die Gelegenheit genutzt und interessierten Studierenden neben den Grundzügen der Prognostik auch die aktuelle Wirtschaftslage dargestellt und versucht, in die Glaskugel für 2020 zu schauen.

Vielen Dank an Herrn Prof. Dr. Brunsch für die Ermöglichung des Vortrages und die Studierenden der Hochschule Wildau für die interessante Diskusion!

Morning Briefing 15. November 2019 – „Prognose-Special – Teil III“

Guten Morgen,

Tesla baut eine Fabrik bei Berlin  – und alle sind aus dem Häuschen (hier). Vielleicht sollten sie sich mal die Hintergründe zu Tesla näher anschauen (hier bei mir). Für mich könnte das auch ein riesiges Ablenkungsmanöver sein.

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Morning Briefing – 23. Oktober 2019 – „Prognose-Special – Teil II“

Guten Morgen,

Noch acht Tage und der Rest von heute bis zum Brexit – und das britische Parlament robbt sich zum Exit, während Mr. Johnson Pause machen will (hier).

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Morning Briefing 1. Oktober 2019 – „Prognose-Special – Teil I“

Guten Morgen,

So, der Herbst ist angekommen. Und: Herbstzeit = Prognosezeit. Die Zeit, in der Experten die Prognosen abgeben, deren Nichteintritt sie später genau erklären können….. Ein schönes Beispiel dafür war (wieder mal) das Handelsblatt, dass nicht nur mit seiner Prognose einer Herbstrally am 28. September 2018 (hier) etwas daneben lag (hier), der DAX schmierte danach nämlich komplett ab. Aber auch die Prognose des Handelsblatt Research Institute von Herrn Rürup, der noch im Dezember letzten Jahres vorhersagte, dass gerade die deutsche Autoindustrie im zweiten Halbjahr 2019 wieder an Fahrt aufnehmen würde (hier) hielt ich schon damals für gewagt, schon weil ich bereits im September letzten Jahres den „wirtschaftlichen Herbst“ eingeläutet hatte (hier). Angesichts der im unten zitierten Economist-Artikel enthaltenen Grafiken auch eine mittlerweile wohl unhaltbare Prognose. 

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