Morning Briefing 15. November 2019 – „Prognose-Special – Teil III“

Guten Morgen,

Tesla baut eine Fabrik bei Berlin  – und alle sind aus dem Häuschen (hier). Vielleicht sollten sie sich mal die Hintergründe zu Tesla näher anschauen (hier bei mir). Für mich könnte das auch ein riesiges Ablenkungsmanöver sein.

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Morning Briefing – 14. November 2019 – „Repo 105“ // Goldfinger // Monte dei Paschi

Guten Morgen,

Deutschland entgeht knapp der Rezession„, titeln heute Morgen die Online-Gazetten. Demnach ist die deutsche Wirtschaft um 0,1% im dritten Quartal 2019 gewachsen. Wers glaubt,….

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Morning Briefing 13. November 2019 – Meinungsfreiheit // Glaskugel // Social Engineering

Guten Morgen,

Angesichts der aktuellen Meldungen unten wundert man sich ja nicht, dass die Deutschen vorsichtig darin werden, ihre Meinung öffentlich zu äußern (hier). Und wenn man dann sieht, dass ein Gustl Mollath nunmehr (natürlich „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“!) eine Zahlung von Euro 600.000,- vom Staate Bayern erhält (hier und hier), weil er von der bayerischen Staatsgewalt für sieben Jahre (!) in der Psychiatrie eingesperrt wurde, nachdem er den Finanzskandal der Bayern LB bekannt gemacht hatte, dann weiß man, dass gerade das Vertreten politisch brisanter Ansichten heute schon sehr riskant sein kann (hier näher zum Mollath-Skandal bei der Süddeutschen, die in seltenem journalistischen Pflichtbewusstsein diesen Skandalin die Öffentlichkeit getragen hat, da können sich einige deutsche Blätter mal mehrere Scheiben von abschneiden). 

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Morning Briefing – 12. November 2019 – Fonds-Special

Guten Morgen,

Kaum ist die Katze (Draghi) aus dem Haus, schon tanzen die Mäuse (die gemeinen Mitglieder des Rates der EZB) auf den Tischen: Jetzt soll Frau Lagarde als neue Chefin doch wirklich erst nach einer Abstimmung im Gremium IHRE Meinung vor der Presse vortragen (hier). Hach, diese Demokratiebewegung – fehlen nur noch Montagsdemos vor EZB-Zentrale in Frankfurt.

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Morning Briefing 11. November 2019 – Mobilitäts-Special

Guten Morgen,

So, die Grundrente ist durch – ohne Bedürftigkeitsprüfung (hier). Einerseits finde ich das genau so richtig, wie die Streichung der Sanktionen bei Hartz4 durch das BVerfG in der letzten Woche (hier). Wenn Hartz4 / ALG  II das Existenzminimum sichern soll, was sich an Art. 1 des Grundgesetzes orientiert, wie kann ich das dann noch kürzen, war schon immer meine Frage, als in der Sache durchaus nicht firmer Jurist. Aber gut. Und – wie auch die Kommentatoren zum Urteil verlauten ließen – damit haben wir in Deutschland defacto ein „Grundeinkommen“ für Menschen ab 25 Jahre, denn deren Hartz4-Satz kann um höchstens 30% gekürzt werden. Ist das jetzt schlimm? Ich möchte jedenfalls nicht von Euro 300,00 im Monat leben (zzgl. Wohnung). Von daher habe ich mit den Urteilen und Entscheidungen der Politik kein Problem. Aber grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage, wie diese Sozialleistungen finanziert werden sollen – angesichts der von mir immer wieder angesprochenen Rent-Seeking Society wird der arbeitende Rest der Bevölkerung sich schon fragen, wie es weitergehen soll.

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Morning Briefing – 8. November 2019 – USA // Vatikan // China

Guten Morgen,

Das Wochenende naht und es scheint möglich, dass sich die konjunkturellen Wolken doch etwas verziehen (dann könnten die Wirtschaftsweisen entgegen meiner Lästereien (hier) tatsächlich richtig liegen, mit ihrer Prognose, dass die Rezession nächstes Jahr schon wieder vorbei ist. Aber – mal an Hand der aktuellen Schlagzeilen der Reihe nach: Zwischen den USA und China könnte es zu neuen Handelsregelungen kommen, in Folge dessen die wechselseitigen Strafzölle wieder zurückgenommen würden (hier). Auch glaubt der scheidende EU-Kommissions-Chef Juncker nicht an US-Strafzölle auf Autos (hier). Prompt attestiert das Handelsblatt den Börsen, dass sie als Frühindikator bislang gut funktioniert hätten, weil sie den Ausfall der großen Krisen richtig prognostiziert hätten (hier). Fehlt also nur noch, dass nach den Parlaments-Wahlen in Großbritannien am 12. Dezember 2019 (hier) der Brexit ausfällt. Dann wäre ja alles wieder in Butter und einen DAX von 15.000, ach, was rede ich, von 17.000+ Punkten steht nichts mehr im Wege?

Ne, glaube ich nicht, sorry. Zum einen würden dann nur ein paar Ausreden für die konjunkturelle Schwäche wegfallen (und vielleicht ist der Fall dann tatsächlich nicht so tief) und zum anderen ist doch noch nicht so ganz Weihnachten, wie die jüngsten Äußerungen aus dem Weißen Haus zum Handel mit China zeigen (hier).

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Morning Briefing 7. November 2019 – „Regierungs-Baustellen-Special“

Guten Morgen,

Alle reden von Rezession? Nein, ein kleiner Kreis, genannt die „Wirtschaftsweisen“ stemmt sich der nihilistischen Stimmungsmache einiger unbedeutender Untergangspropheten entgegen und weigert sich partout, eine „tiefe oder breite“ Rezession für das nächste Jahr vorherzusagen (hier und erste Kommentierungen hier und hier). Beachtenswert finde ich allerdings die Aussage, dass ein Großteil des deutschen Wirtschaftswachstums auf staatliche Aktivitäten zurückgehe und die Forderung, Startups besser zu unterstützen. Auch die ziemlich offene Kritik an der expansiven Geldpolitik der EZB ist von diesem Gremium nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Aber, wer denkt, ich würde zynisch auf die Wirtschaftsweisen blicken, sollte mal die Kommentare unter dem zitierten SPON-Artikel lesen. Da kann ich noch Sarkasmus-Lektionen nehmen…

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Morning Briefing – 6. November 2019 – Zinskurve // Leveraged Loans // Subprime

Guten Morgen,

Jetzt sind die Dämme scheinbar gebrochen – und zwar in beide Richtungen: Während der DAX sich Richtung 14.000 Punkte aufmacht, kommen die Kommentatoren nunmehr mit dem Malen von Krisenszenarien gar nicht mehr hinterher: Ob „Uns droht die größte Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten“ oder „Deutschland bekommt einen Abschwung, wie ihn das Land noch nie erlebt hat“ (Danke, nst) – die Schlagzeilen sind jedenfalls drastisch (der zweite Artikel ist aber eher positiv, von daher passt die Überschrift nicht so ganz). Fest steht, Deutschland wird im 3. Quartal 2019 in eine „technische Rezession“ gerutscht sein. Die (auch psychologisch) wichtige Frage ist, ob das Gesamtjahr noch positiv bleibt (was ich nicht glaube) und ob 2020 tatsächlich schon gleich alles wieder besser wird (was ich bezweifele, aber nicht ausschließen würde). Gerade die (gleich unten näher dargestellten) Entwicklungen am US-Kapitalmarkt geben mir zu denken.

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Morning Briefing 5. November 2019 – WeWork // Netflix // Uber // Beyond Meat // Tesla

Guten Morgen,

Selbst das Handelsblatt verkündet nun dauerhaft die immer weiter heraufziehende Rezession (s. hier), aber der Dax knackt die Marke von 13.000 Punkten (hier). Na, dann ist ja alles in Ordnung. Demnächst kann ich mir dann wieder anhören, was ich Depp alles an Gewinnen nicht mitgenommen habe, weil ich nicht in die Börse „investiert“ bin (sarcasm out).

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Morning Briefing – 4. November 2019 – Lateinamerika // Türkei // Norwegian

Guten Morgen,

Kommt ja nicht häufig vor, dass ich das Handelsblatt lobe. Aber heute isses soweit: LOB! Für die mal tiefgehende Darstellung der aktuellen Rezessionslage (hier) am letzten Freitag. Nach all den Irrungen und Wirrungen von Herrn Rürupp vom Handelsblatt Research Institute (s. meine Kommentierungen dazu hier) doch mal ein Lichtblick. Und dann darf ich heute Morgen auch noch das Wort „De-Globalisierung“ beim Handelsblatt lesen (hier). Und Herr Müller analysiert dann in seinem montäglichen Memo auch gleich noch die andere Seite der De-Globalisierungs-Münze: Den (wachsenden) Nationalismus (hier). Wow, ist da endlich mal ne Prise Realität in den Redaktionen angekommen? Wäre ja schön – denn dann können die politischen Entscheider nicht mehr so lange Schönwetter-Diskussionen über Wohltaten führen, sondern müssen wieder regieren. Wird auch allerhöchste Zeit!

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