Morning Briefing 11. Oktober 2019 – Indien-Special

Guten Morgen,

Nachdem ich ja gestern mit meiner Prognose, dass die „Einhorn/IPO“ Blase geplatzt ist (hier), noch relativ sicheren Boden unter den Füssen haben dürfte, schaut das bei meinem nächsten „Blasen-Platzer-Kandidaten“ doch schon etwas unsicherer aus:  Indien als „Schwarzer Schwan“ der Weltwirtschaft? Hätte ich dann auch komplett übersehen, aber die nachfolgenden Meldungen gaben tatsächlich zu denken:

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Morning Briefing – 10. Oktober 2019 – „Blasen-Platzer“-Special

Guten Morgen,

Falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollten: Der Hype um die „Einhörner“ dürfte spätestens mit dem spektakulären Scheitern des IPO von WeWork zu Ende und die „IPO-Blase“ geplatzt sein. Keine guten Nachrichten also aus diesem Marktsegment, wie die nachfolgenden Snippets verdeutlichen: 

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Morning Briefing 9. Oktober 2019 – Verschuldung // Zinsen // EZB // Repo

Guten Morgen,

Angesichts der sich zusehends verschlechternden Konjunkturaussichten und gleichzeitig offensichtlicher Liquiditätsprobleme zumindest im US-Interbanken-Markt (s. zu Repos sogleich wieder unten) greift Fed-Chef Powell schon wieder in die monetäre Trickkiste und unterstreicht noch einmal kommende Zinssenkungen und die erneute Ausweitung der Fed-Bilanz („QE 4“, hier).

Schaut man sich das heutige Potpourri zur Verschuldung, Zinsen und Zentralbanken (und ihre Rolle als „Liquiditätsversorger der letzten Instanz“ genauer an,  dann kristallisiert sich gerade angesichts der vielseitig kommentierten „Repo-Aktion“ auf, dass die Politik der Notenbanken am Ende sein dürfte. Klar können die neuen „Masters of the Universe“ (wer war denn das vor den Zentralbankern?) mit noch tieferen (Negativ-)Zinsen oder gar Mitteln der „Modern Monetary Theory“ (dazu würde z.B. Helikoptergeld gehören, s. dazu aktuell Daniel Stelter, hier) die Illusion der Funktionsfähigkeit der Wirtschaft noch aufrechterhalten – und werden dies auch tun. Vielleicht sogar noch über Jahre. Aber dadurch wird die Falltiefe einfach nur noch höher.

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Morning Briefing – 8. Oktober 2019 – Brexit-Special

Guten Morgen,

Noch 23 Tage und der Rest von heute – bis zum Brexit…. Und, wie ist der Stand? Verworren: Obwohl der Supreme Court Mr. Johnson mit deutlichen Worten erklärt hatte, dass er das Parlament nicht in einer solchen Situation in die Zwangsferien schicken kann (hier), plant er genau das schon wieder (hier). Mein Sohn ist da einsichtiger…. Jetzt kommt es wohl auf den kommende Woche stattfindenden EU-Gipfel an, bei dem man die von der Tagesschau mal ziemlich gut dargestellten Szenarien in Ruhe diskutieren kann (hier). Sollte kein Deal zustande kommen, hat Mr. Johnson ja schon damit gedroht, Mr. Farage nach Brüssel zu schicken (hier). Das dürfte witzig werden. Aber ich denke, dass das britische Parlament ja schon vorgebaut hat und Mr. Johnson in der übernächsten Woche die Wahl zwischen „tot im Graben liegen“ oder „Fristverlängerung“ hat. Ich denke, er wird letzteres wählen. Aber, mei, lassen wir uns halt überraschen. Man stumpft ja eh etwas ab, so mit der Zeit…

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Morning Briefing 7. Oktober 2019 – „Einkommens- und Vermögensverteilungs-Special“

Guten Morgen,

Angesichts der neuesten Erkenntnisse aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Vermögensverteilung in Deutschland (hier, hier und hier) und einer Studie des (gewerkschaftsnahen)  Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zur Einkommensverteilung in Deutschland hier und hier) sollten vielleicht einige Politiker mal wieder Kenneth Galbraiths Meisterwerk „Der große Crash“ lesen. Denn, wie auch Herr Otte in seinem Vorwort zur deutschen Auflage gut herausarbeitet, war einer der Hauptgründe für den Crash 1929 die extreme Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen in den USA. Nicht umsonst warnt Ray Dalio derzeit ununterbrochen vor einer Wiederholung der 1930 Jahre (hier). Grund genug, ein „Einkommens- und Vermögensverteilungs-Special“ einzulegen.

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Morning Briefing – 2. Oktober 2019 – WeWork // Theranos // Peloton // Forever 21

Guten Morgen,

Die US-Industrie trübt sich überraschend ein.“ (s. zu den aktuellen Daten auch Zerohedge, hier) Aha. Nun ja, so überraschend, wie das Handelsblatt suggeriert, ist die Eintrübung dann doch nicht, s. nur aktuell Wolfstreet mit einer guten Analyse der ambivalenten Stimmung im US-Markt (hier). Nun ja, schaut man sich die aktuellen prominenten Fälle von US-Unternehmen an, die gerade durch die Medien getrieben werden, dann erscheint einem die Häufung von Einzelfällen doch tatsächlich etwas suspekt:

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Morning Briefing 1. Oktober 2019 – „Prognose-Special – Teil I“

Guten Morgen,

So, der Herbst ist angekommen. Und: Herbstzeit = Prognosezeit. Die Zeit, in der Experten die Prognosen abgeben, deren Nichteintritt sie später genau erklären können….. Ein schönes Beispiel dafür war (wieder mal) das Handelsblatt, dass nicht nur mit seiner Prognose einer Herbstrally am 28. September 2018 (hier) etwas daneben lag (hier), der DAX schmierte danach nämlich komplett ab. Aber auch die Prognose des Handelsblatt Research Institute von Herrn Rürup, der noch im Dezember letzten Jahres vorhersagte, dass gerade die deutsche Autoindustrie im zweiten Halbjahr 2019 wieder an Fahrt aufnehmen würde (hier) hielt ich schon damals für gewagt, schon weil ich bereits im September letzten Jahres den „wirtschaftlichen Herbst“ eingeläutet hatte (hier). Angesichts der im unten zitierten Economist-Artikel enthaltenen Grafiken auch eine mittlerweile wohl unhaltbare Prognose. 

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Morning Briefing – 30. September 2019 – Repo // Thomas Cook // NHG

Guten Morgen,  

Kaum mal eine Woche weg, schon dreht sich die Welt weiter: Nicht nur, dass mein Internet-Anschluss im Büro heute Morgen nicht funktionierte (darum kommt das MB so spät), kaum bemerkt von der Öffentlichkeit, sinkt der Ölpreis schon wieder auf das Niveau des letzten Sommers (hier). Und der IFO-Klimaindex ist zwischenzeitlich gestiegen (hier). Zwar nur zur aktuellen Lage und leider auch zu minimal, um eine „Bodenbildung“ auch nur zu ahnen, aber immerhin. Auch im Vereinigten Königreich geht es heiß her – bekam doch Mr. Johnson vom Supreme Court einen kleinen Dämpfer bezüglich seiner allzu forschen Pläne, das Parlament in Urlaub zu schicken, verpasst (hier).   

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Morning Briefing 20. September 2019 – „Staatsanteil-Special“

Guten Morgen,

Der US-Interbanken-Markt kommt scheinbar nicht zur Ruhe (s. grundlegend dazu mein MB von gestern, hier). Tatsächlich hat die Fed gestern die nächste Repo-Auktion durchgeführt, um USD 75 Mrd. in den Interbanken-Markt zu pumpen. Aber der Betrag reichte offensichtlich nicht aus, denn es wurden Gebote über insgesamt fast USD 84 Mrd. abgegeben (hier), sprich einige Banken konnten möglicherweise ihren Liquiditätsbedarf nicht decken. Zwar versucht FT’s Gilian Tett sich schon an (harmlosen) Erklärungen des Phänomens, muss aber selber einräumen, dass alleine die Tatsache, dass Repos aus heiterem Himmel erforderlich wurden, schon dafür spricht, dass auch die Zentralbanken den Markt nicht so richtig verstehen. Das gibt mir ja das volle Vertrauen… Und, ach, für heute ist natürlich auch wieder eine Repo-Auktion geplant (hier). Und, glaubt man der FT, dann werden die Banker jetzt schon wieder etwas übergriffig mit ihren „Wünschen“ nach noch mehr Geld. Aber, die Zentralbanken haben sich halt auch verwöhnte Banker herangezüchtet, ein Experte dazu passen: „They’ve created a snowflake-market„.  Im Zweifel werden die Begehrlichkeiten der verwöhnten Banker aber nicht über Repos erfüllt, sondern die Fed, so zumindest Zerohedge, wird ab November wieder mit Quantitative Easing beginnen (hier). Das glaube ich auch – allerdings könnte es jetzt schon früher als November sein. Denn es wäre für die Zentralbanken doch etwas peinlich, wenn eine Bank auf Grund von Liquiditätsproblemen inmitten eines Marktes, der im Geld schwimmt, „abschmieren“ sollte.

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Morning Briefing – 19. September 2019 – Repo // NIRP// China

Guten Morgen,

Wie prognostiziert, hat der Chef der US Notenbank, Mr. Powell, gestern die Senkung des Leitzinses um weitere 0,25% verkündet, so dass die Spanne jetzt nur noch 1,75% bis 2,00% beträgt (gute Analyse von Wolf hier). Der Effekt allerdings blieb zumindest aus Börsensicht überschaubar, denn  weder der Dow Jones (+0,13%) noch der Nikkei (+0,46% ) noch der Shanghai Composite (aktuell +0,19%) legten ein „Kursfeuerwerk“ hin. Wie nach dem Abfallen der Börsenkurse nach dem Zücken der Bazooka durch Herrn Draghi galt wohl auch gestern die alte Börsenregel „Buy the rumors, sell the news“ – die Zinssenkung war schlicht schon eingepreist.

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