Morning Briefing – 4. August 2020 – Vermögensverteilung // Beamte // Mindestlohn // Neo-Feudalismus

Guten Morgen, 

Nachdem seine Kollegin Baerbock schon mit „Kobolden“ auffiel (hier), schafft es Herr Habeck nun, mit „Handwerksrechnungen“ leichte Verständnisprobleme über die Zuständigkeiten von Bundesbehörden zu offenbaren (hier). Man könnte das ja alles als Lappalie abtun, aber nachdem Herr Habeck neulich erst mit einer unterirdischen Prioritätensetzung glänzte (hier), stelle ich mir schon die Frage, wie dieses „Spitzenduo“ – sollte es denn an die Macht kommen – Deutschland aus der derzeitigen Krise herausmanövrieren will – und kann.  

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Morning Briefing – 19. Juni 2020 – Gesellschafts-Special

Guten Morgen,

„Deutsche wünschen sich kein betreutes Denken, sondern Fakten“ – so hätte eine Überschrift zur aktuellen Studie des „Reuters Institute for the studies of journalism“ (hier) lauten sollen. Statt dessen eiert selbst die Welt mit „Deutsche wünschen sich „neutral“ vermittelte Nachrichten“ rum. Schaut man alleine auf die Links in meinem letzten Journalismus-Special (hier) und die Versuche, des Spiegels, Herrn Relotius scheinbar noch nachträglich zu legitimieren (s. nur hier), dann ist da noch kilometerweit Raum nach oben.

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Morning Briefing 18. Juni 2020 – Nepotismus Special

Guten Morgen,

Wenn das Hurrablatt der deutschen Wirtschaft in diesen Zeiten was von „Anlagenotstand“ faselt (hier), dann ist mächtig was faul in der Republik der Optimierer und Rent-Seeker. Ich wüsste da schon ein paar „Anlagen“- z.B. einen funktionierenden Zivilschutz, eine gute Infrastruktur oder digitalisierte Schulen. Bringt halt leider keine Rendite im Sinne des Hurrablatts. Aber vielleicht ein besseres Leben.

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Morning Briefing – 17. Juni 2020 – „Krisen-Special“

Guten Morgen,

Besorgniserregend ist, dass Nordkorea zunächst ein Verbindungsbüro zu Südkorea im Grenzgebiet sprengt (hier) und Truppen in den Süden verlegt (hier). Hoffen wir mal, dass dahinter nicht mehr steckt, als Druck aufzubauen, um letztendlich die Sanktionen gelockert zu bekommen. Besorgniserregend finde ich auch, dass Indien und China in einer Grenzregion bereits in Scharmützel verwickelt sind – mit Toten (hier). Kriegerische Auseinandersetzungen in diesen Zeiten dürften so ziemlich jede positive Szenario-Planung ad absurdum führen. Aber wie sagt man so schön: „Ein Unheil kommt selten allein“.

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Morning Briefing – 15. Juni 2020 – Journalismus-Special

Guten Morgen,

Am Wochenende habe ich mir dann endlich mal das gerade kursierende Rezo-Video zum aktuellen Stand des Journalismus angesehen – und mich danach durch den Wust der Kommentare, Gegendarstellungen, etc. pp. gewühlt. Mehr als Stoff genug für unser heutiges Journalismus-Special:

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Morning Briefing – 11. Juni 2020 – Cyber-(Blackout-) Special

Guten Morgen,

Zwar haben die Wirtschaftsweisen ihre Prognose weiter abgesenkt – und sehen nun ein Minus beim deutschen BIP zwischen 6% und 7% für 2020 voraus (hier). Das ist aber eigentlich nur ein laues Lüftchen gegen das, was die OECD heranbrausen sieht: Zwar sieht diese Institution für Deutschland „nur“ ein Minus von 6,6% voraus, aber die Weltwirtschaft soll auch um 6% schrumpfen, einige Volkswirtschaften sogar um 30% (hier). Mir allerdings ein Rätsel, wie die exportabhängige deutsche Wirtschaft angesichts des Absturzes in 2021 wieder wachsen sollen. Aber nun gut, ich bin ja auch kein Experte…

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Morning Briefing 8. Juni 2020 – Volkswagen // Schienen-Transport // Wasserstoff

Guten Morgen,

Kleines Kontrastprogramme zur Zusammenfassung der letzten Woche: Destatis: „Verarbeitendes Gewerbe im April 2020: Auftragseingang -25,8 % saisonbereinigt zum Vormonat“ (hier). Destatis: „Produktion im April 2020: -17,9 % saisonbereinigt zum Vormonat“ (hier). Und dann die Tagesschau: „In der vergangenen Woche hatte der Dax um 3,4 Prozent auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Monaten zugelegt. Damit summierte sich der Wochengewinn auf fast 11 Prozent. […] Seit seinem Tief Mitte März hat der deutsche Leitindex rund 4.600 Punkte oder 55 Prozent gewonnen.“ (hier). Bestimmt haben einige „Experten“ wieder eine tolle Erklärung dafür, warum diese Entwicklung genau so richtig ist. Ich habe dafür nur eine: Krank! Das ist kein Kapitalismus, dass ist zentralbankengesteuerte Willkür. Aber gut, irgendwann wird sich auch das Thema klären.

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Morning Briefing 4. Juni 2020 – Industrie // Unternehmenskäufe // Aktienrückkäufe

Guten Morgen,

Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Was anderes fällt mir dazu angesichts des Konjunkturpaketes der Bundesregierung eigentlich nicht mehr ein. Und: Frau „Merkel hält Paket für alternativlos„. Tja, das ist halt das Problem, wenn man sich in eine Einbahnstraße manövriert hat – es gehen einem die Optionen aus, wie jeder Sanierer weiß, der schon mal was von der „Krisenverlaufskurve“ gehört hat. Nehmen wir z.B. die Hilfen für die Kommunen. Ich kommentiere seit Jahren (hier) die schlechte Finanzierungslage der Kommunen – die eben gerade darauf beruht, dass der Bund (und auch die Länder) den Kommunen immer mehr Aufgaben aufbürdet, ohne die Gegenfinanzierung sicherzustellen. Auf Grund des Wegbrechens der Einnahmen aus der Gewerbesteuer im Zuge von Corona sieht es jetzt für die Kommunen ganz finster aus – eben, weil sie sich in guten Zeiten kein „Polster anfressen“ konnten, bzw. das auch nicht lohnte (s. nur hier). Jetzt nahm Herr Scholz Corona als Ausrede, um den Kommunen unter die Arme zu greifen (s. zuvor schon hier (unter „Kommunen“). Wie schrieb Lars Vollmer so schön: „Lasse sich retten wer kann!“ (Danke noch mal, Semir, für den Hinweis). Das fühlt sich für die Retter immer so schön an…

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Morning Briefing – 3. Juni 2020 – Gewinner // Bankrott // Zombies

Guten Morgen,

Kaum fährt man mal an die Ostsee, schon ist die Hölle los: Während in Berlin einige durchgeknallte Partytypen (hier) erst mal zeigen mussten, dass Frau Merkel mit ihren Sorgen vielleicht doch nicht so Unrecht hatte (s. dazu mein Kommentar hier), waren die meisten Berliner (und Hamburger) so sonnenhungrig, dass sie die Ostseestrände stürmten – mit der Folge, dass die erst mal abgesperrt werden mussten (hier, Danke, Alex). Auch auf dem Campingplatz, auf dem ich war, wurden die Abstandsregeln, sagen wir mal, eher „frei Schnauze“ ausgelegt. Tja, dann schauen wir mal, ob wir in zehn bis vierzehn Tagen einen erneuten Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen haben. Wie immer – möchte man sagen – agiert Berlin als „Vorreiter“ – mit einem R-Wert, der sich gerade wieder der „2“ nähert, sprich ein Infiziert steckt noch zwei andere an. Und dass im Gegensatz zu Gesamtdeutschland, wo die Gesamtzahl der Infizierten weiter niedrig (hier) und der R-Wert wieder unter „1“ gesunken ist (hier). Dann hoffen wir mal, dass auch in Berlin der Sommer dem Virus zumindest zwischenzeitlich den Garaus macht (hier). Vielleicht kommt dann auch mal einer mit einer Idee, wie wir mit einem möglichen Wiederanstieg der Infektionen im nächsten Herbst leben könnten.

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Morning Briefing 25. Mai 2020 – Luftfahrt-Special

Guten Morgen,

Vier Tage ohne (Corona-)-News und was habe ich verpasst: Die zweite Welle – naja, zumindest ein „Wellchen“, das die hohe Ansteckbarkeit bei Corona zeigt: Einmal bei einem Gottesdienst in , bei dem sich Stand jetzt 107 Menschen infiziert haben (hier) und zum anderen ein Restaurant, in dem sich (wieder Stand jetzt) 18 Menschen infiziert haben (hier). Derweil (und von den deutschen Medien ziemlich unbeobachtet) wächst sich die Corona-Krise in den USA zur wirtschaftlichen Katastrophe aus: In der letzten Woche haben erneut 2,4 Mio. US-Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt (hier). Das ist zwar die niedrigste Zahl von Neuanträgen in dieser Krise, aber immer noch mehr als drei Mal (3x!) so viel, wie auf dem Höhepunkt der letzten Finanzkrise! Nunmehr sind mit 38,6 Mio. Amerikanern so viele „neu“ arbeitslos gemeldet, wie noch nie zuvor – und das sind die offiziellen Zahlen, die auf Grund der Überlastung der Systeme der wahren Entwicklung hinterherhinken. Und mit Hertz hat nun (erwartungsgemäß) der zweitgrößte US-Autoverleiher ieinen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt – mit unabsehbaren Folgen für den Automarkt in den USA (hier und hier). Die Ironie dabei: Hertz ist nicht Opfer von Corona, die Insolvenz zeichnete sich seit Jahren ab, aber die Fed hat in ihrer Kaufwut auch gleich noch Junk-Bonds von Hertz erworben und wird (nach einem erwarteten Debt-Equity-Swap) dann Aktionär von Hertz werden (hier). Das dürfte kein Einzelfall bleiben….

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