Morning Briefing – 20. Januar 2021 – USA – die „blaue Welle“ naht….

Guten Morgen,  

So, nu isser weg – oder so gut wie, wenn ich diese Zeilen veröffentliche. Die Rede ist natürlich von keinem geringeren als Mr. Donald Trump, der Morgen das Amt an Mr. Joe Biden übergeben wird, der dann der 46. US-Präsident werden wird. Zwar hat Mr. Biden mehr Stimmen erhalten, als jemals ein Präsident zuvor, aber Mr. Trump hat auch die zweitmeisten erhalten und liegt noch vor Obama (hier) – „Erdrutschsiege“ sehen anders aus. Aber dank zweier noch gewonnener Senatssitze kann sich Mr. Biden auf eine Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses stützen (hier) und damit „durchregieren“ (was Mr. Trump nicht vergönnt war). Die Frage ist halt, ob der älteste jemals agierende Präsident (bei Amtsantritt 77 Jahre alt) es schaffen wird, diese gespaltene Nation wieder, wenn schon nicht zu einen, so doch zumindest etwas zusammenzuführen. Schauen wir uns zunächst mal einige wichtige Eckpunkte an (s. auch zuletzt hier):  

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Morning Briefing 19. Oktober 2020 – USA–Special

Guten Morgen,  

In 15 Tagen wählen die US-Amerikaner einen neuen Präsidenten – und das Rennen scheint, glaubt man den Auguren, gelaufen zu sein. Auch der von mir (eigentlich) hoch geschätzte Nate Silver prognostiziert einen erdrutschartigen Sieg von Herrn Biden (hier). Kleines Problem: er hatte auch 2016 einen erdrutschartigen Sieg von Frau Clinton prognostiziert (hier). Wir wissen alle, wie es ausgegangen ist…Allerdings sieht auch das USC Dornsife Institute (das zusammen mit der LA Times den Wahlsieg von Herrn Trump 2016 korrekt vorausgesehen hat), Herrn Biden vorne (hier). Und, es gibt Gründe, warum der Amtsinhaber hinten liegt. Denn die Erfolgsmeldungen gehen dem Präsidenten aktuell aus:  

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Morning Briefing – 7. September 2020 – Zombie-Special

Guten Morgen, 

Wenigstens an Hand der Warnung von Herrn Herr Sewing von der Deutschen Bank vor einer „Zombifizierung“ in der letzten Woche (hier) entzündete sich zumindest ein Diskussiönchen über die Langzeitfolgen der gegenwärtigen Rettungspolitik, die – wie seit jeher seit der Finanzkrise – ja lediglich daraus besteht, dass die Zentralbanken Geld in „die Märkte“ pumpen, als gäbe es kein Morgen. Dass das Thema an sich weder neu noch großartig zu variieren ist, zeigt alleine mein Blog – Fünf Seiten mit Artikeln über und mit Zombies (hier), der erste vom 16. März 2016 (hier). Und gegen Blogger, wie Daniel Stelter bin ich damit immer noch nur ein Waisenknabe (hier). Aus aktuellem Anlass addiere ich heute mal einen Artikel zur langen Serie dieser Warnungen:  

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Morning Briefing 2. September 2020 – USA-Special

Guten Tag (ich war heute Morgen verhindert…), 

Herr „ich fall dann mal die Treppe runter“ Altmaier lehnt sich gleich mal wieder weit aus dem Fenster, wenn er behauptet, dass der Abschwung in Deutschland nicht mehr als 5,8% betragen werde, also nur wenig mehr als bei der letzten großen Finanzkrise (hier). Er geht dabei nicht nur von einer V-förmigen Erholung aus, sondern kann auch in dieser völlig unübersichtlichen Reaktion schon wieder Nach-Komma-Stellen berechnen.

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Morning Briefing 31. August 2020 – Währung & Inflation

Guten Morgen,

Herr „Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben“ Schäuble strebt jetzt gemeinsame Schulden und Einnahmen für die EU an – und das nicht mal drei Monate nachdem man überhaupt erst mit den „Rettungspaketen“ begonnen hat (hier). Aber scheinbar ist das jetzt Krise genug für Herrn Schäuble. Tja, da geht sie, die deutsche Souveränität…

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Morning Briefing 21. August 2020 – Schulden-Special

Guten Morgen,

Heute komme ich eigentlich schlicht nur meiner selbstauferlegten Chronisten-Pflicht nach und halte nur den Stand und einige (mögliche) Konsequenzen der laufenden Verschuldungsorgie fest. Bitte anschnallen und die Brech-Tüten bereit halten:

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Morning Briefing 5. August 2020 – Wenn zwei sich streiten – verliert der Dritte?

Guten Morgen

Neulich hat Herr Steingart mal exzellent die neue Zweiteilung der Welt am Beispiel der Konzerne, die die Digitalisierung der Welt vorantreiben, dargestellt (hier). „America first“ gegen „Chinas Traum„. Und Europa spielt dabei keine Rolle. Bestes Beispiel „Digitalisierung“: Nachdem der Burda-Verlag sein durchaus ehrgeiziges Programm einer eigenständigen Suchmaschine begraben hat (hier), fordert er nun eine eigenständige europäische digitale Infrastruktur (hier). Auch wenn das Manöver an sich ziemlich durchsichtig ist, so macht es die Argumentation doch nicht falsch (s. bei mir schon hier). Aber in Europa faselt man lieber von Digitalisierung und gibt das Geld dann doch nur für Konsum aus….

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Morning Briefing – 22. Juli 2020 – USA-Special

Guten Morgen,

So langsam kristallisieren sich die wahren Ergebnisse des EU-Gipfels heraus: Demnach hat Frau Merkel es geschafft, Euro 1 Milliarde an Einmalzahlung herauszuschlagen (hier) – dafür darf Deutschland ab jetzt scheinbar Euro 45 Mrd. pro Jahr mehr an die EU überweisen (hier). Zu Recht bezeichnet die WiWo diesen Gipfel als „Gipfel“ (hier). Aber die Börse goutiert es – „Dax steigt über 13.000 Punkte – Anleger stehen unter Zugzwang“ und nun geht es „to infinity and beyond“ in diesem Wahnsinnsstadl (hier).

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Morning Briefing – 17. Juni 2020 – „Krisen-Special“

Guten Morgen,

Besorgniserregend ist, dass Nordkorea zunächst ein Verbindungsbüro zu Südkorea im Grenzgebiet sprengt (hier) und Truppen in den Süden verlegt (hier). Hoffen wir mal, dass dahinter nicht mehr steckt, als Druck aufzubauen, um letztendlich die Sanktionen gelockert zu bekommen. Besorgniserregend finde ich auch, dass Indien und China in einer Grenzregion bereits in Scharmützel verwickelt sind – mit Toten (hier). Kriegerische Auseinandersetzungen in diesen Zeiten dürften so ziemlich jede positive Szenario-Planung ad absurdum führen. Aber wie sagt man so schön: „Ein Unheil kommt selten allein“.

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Morning Briefing 25. Mai 2020 – Luftfahrt-Special

Guten Morgen,

Vier Tage ohne (Corona-)-News und was habe ich verpasst: Die zweite Welle – naja, zumindest ein „Wellchen“, das die hohe Ansteckbarkeit bei Corona zeigt: Einmal bei einem Gottesdienst in , bei dem sich Stand jetzt 107 Menschen infiziert haben (hier) und zum anderen ein Restaurant, in dem sich (wieder Stand jetzt) 18 Menschen infiziert haben (hier). Derweil (und von den deutschen Medien ziemlich unbeobachtet) wächst sich die Corona-Krise in den USA zur wirtschaftlichen Katastrophe aus: In der letzten Woche haben erneut 2,4 Mio. US-Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt (hier). Das ist zwar die niedrigste Zahl von Neuanträgen in dieser Krise, aber immer noch mehr als drei Mal (3x!) so viel, wie auf dem Höhepunkt der letzten Finanzkrise! Nunmehr sind mit 38,6 Mio. Amerikanern so viele „neu“ arbeitslos gemeldet, wie noch nie zuvor – und das sind die offiziellen Zahlen, die auf Grund der Überlastung der Systeme der wahren Entwicklung hinterherhinken. Und mit Hertz hat nun (erwartungsgemäß) der zweitgrößte US-Autoverleiher ieinen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt – mit unabsehbaren Folgen für den Automarkt in den USA (hier und hier). Die Ironie dabei: Hertz ist nicht Opfer von Corona, die Insolvenz zeichnete sich seit Jahren ab, aber die Fed hat in ihrer Kaufwut auch gleich noch Junk-Bonds von Hertz erworben und wird (nach einem erwarteten Debt-Equity-Swap) dann Aktionär von Hertz werden (hier). Das dürfte kein Einzelfall bleiben….

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