Morning Briefing – 26. März 2021 – Deutschland – die ängstliche Frau Europas?

Guten Morgen,

Was für eine Woche! Bin ich froh, dass ich das Meiste wegen völliger Arbeitsüberlastung gar nicht oder nur über Twitter mitbekommen habe. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich viel zu sehr aufgeregt. Grund genug war ja, aber das Bashing übernehmen mittlerweile ganz andere – wie Beisenherz, Lobo oder auch Fleischhauer – die sich eigentlich bislang eher auch vor die Kanzlerin gestellt hatten. Aber, sind wir nicht alle ein bisschen wie die Kanzlerin? Und ist Deutschland wieder da, wo es The Economist bereits 1999 verortete, als „sick man of Europe (hier)? Oder eher die ängstliche Frau Europas? Nachfolgend mal ein paar Anreger dazu:

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Morning Briefing 15. Mai 2020 – The Big Read

Guten Morgen,

Die Inflationsrate lag laut DeStatis im April 2020 nur noch bei +0,9% (im Vorjahresvergleich) oder +0,4% im Vergleich zum Vormonat (hier) und damit auf den niedrigsten Stand seit 2016 (hier). Und das, obwohl die Zentralbanken Geld in den Markt pumpen, als gäbe es kein Morgen. Also, alles gut, Weimar vom Tisch? Nicht nur Herr Mayer (unten) und Herr Sinn (hier) sehen das anders (Verschwörungstheoretiker halt), aber auch der tägliche Einkauf offenbart andere Einsichten. So haben sich Lebensmittel, deren Preise schon im März um durchschnittlich 9% im Vorjahresvergleich anzogen (hier) mit +4,6% im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich verteuert (s. oben bei Destatis und hier). Und tatsächlich liegt der Rückgang der Inflationsrate zum größten Teil im Absturz des Ölpreises im Zusammenhang mit Corona begründet (s. Charts hier).

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Morning Briefing –18. Januar 2019 – Journalismus Special – die zweite…

Guten Morgen,

Ja, ich weiß, ich sollte meinen Titel „Morning Briefing“ angesichts der ganzen „Specials“ gleich abschaffen. Aber in der letzten Nacht habe ich drei interessante Artikel über die Medienentwicklung in Deutschland gelesen. Wer weiß, vielleicht haben die Nachwirkungen um die Kölner Silversternacht und Relotius doch ein gutes – nämlich mal die Reflexion über die eigene Rolle und Fehler. Gab es sporadisch auch schon vorher mal (s. hier), aber vielleicht wird es jetzt eine Bewegung. Dabei sollte man allerdings unterscheiden zwischen Selbstkritik (Herr Döpfner) und durch vorgebliche Selbstkritik versuchte Ablenkung (Sascha Lobo). Wenn allerdings Verdacht des „relotierens“ bei den öffentlich-rechtlichen auftaucht (WDR, alles unten kommentiert), spricht das (noch) nicht wirklich für die von Herrn Döpnfer angesprochene „Katharsis“.  „Morning Briefing –18. Januar 2019 – Journalismus Special – die zweite…“ weiterlesen