Morning Briefing – 13. Januar 2021 – Überwachungs-Special

Guten Morgen,  

Gerade hat Frau Merkel Twitter (wahrscheinlich eher Herrn Zuckerberg) nach der Schließung des Twitter-Accounts von Herr Trump wegen Verletzung der Meinungsfreiheit gerügt (hier). Da erinnern sich einige doch an das auch von Frau Merkel beschlossene „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ – und sind jetzt etwas, na sagen wir, „erstaunt“ über die Kritik von Frau Merkel (hier, hier und hier). Tja, bestimmt alles nur falsch verstanden und das kommende Gesetz gegen „Hetze im Netz“ (hier) wird das bestimmt alles wieder richten.  

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Morning Briefing 26. Oktober 2020 – Cyber-Freiheits-Special

Guten Morgen, 

Während die EU es noch nicht einmal hinbekommt, das Ergebnis einer eigens von ihr aufgesetzten Abstimmung umzusetzen (die Rede ist natürlich von der Abschaffung der Sommerzeit, hier) und zumindest die Gewaltenteilung in Deutschland in der Folge von Corona auch nicht mehr so ganz astrein funktioniert (hier), treiben die Verantwortlichen andere, demokratie- und meinungsfreiheitsfeindliche Projekte voran, als gäbe es kein Morgen. 

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Morning Briefing – 9. September 2020 – Europa-Special

Guten Morgen, 

Auch in dieser Woche wandle ich wieder auf den Spuren von Herrn Altmaiers „Vision“ eines BIP-Einbruchs von „nur“ 5,8% (hier). Nachdem ich mir in der letzten Woche einige (Wirtschafts-)Daten aus China (hier), den USA (hier) und dem Vereinigten Königreich hier angeschaut hatte, schaue ich heute zum Abschluss mal direkt vor unserer Haustür in Europa nach:  

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Morning Briefing – 26. August 2020 – Wasserstoff // Batterien // Glasfaser // Fernstraßen

Guten Morgen,

Ach, der als Aluhut-Träger eher unverdächtige Spiegel fragt: „Steigen die Fallzahlen, weil wir mehr testen?“ – und drückt sich um eine klare Antwort. „Betrachtet man die Positivenrate der vergangenen Wochen, sieht man, dass sie vor drei Wochen leicht gestiegen und seitdem relativ stabil geblieben ist. Die Fallzahlen hingegen sind stetig gestiegen, ebenso wie die Zahl der Tests.“ Letztlich kommt er aber laut eigener Tabelle zu ähnlichen Ergebnissen, wie ich letzte Woche (hier). Völlig unbeeindruckt von dieser Datenlage dekretiert Herr Söder derweil „Zweite Welle ist da“ (s. dazu schon die bösen Kommentare von Herrn Blome beim Spiegel (hier). Nun ja….

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Morning Briefing – 14. August 2020 – Berlin-Digitalisierung-Special

Guten Morgen,

Es ist kurz vor dem Wochenende und meine „Sortierwiese“ auf OneNote, auf der ich meine Posts vorbereite, läuft über vor lauter Posts, die danach schreien, veröffentlicht zu werden. Deutsche Wirtschaft, US-Wirtschaft, britische Wirtschaft, Cyber-Attacken, etc. pp. Aber seit vorgestern fuchsen mich drei Meldungen über Berliner Verhältnisse, so dass ich mal der Bauchnabelschau heute den Vorrang vor der Weltwirtschaft und -politik gebe:

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Morning Briefing – 23. Juni 2020 – Tracing App // Huawei // Cyber-Attacke

Guten Morgen,

Gestern Abend hatte ich die Ehre und das große Vergnügen, drei Jahre nach meinem ersten Vortrag vor dem Münchner Unternehmerforum „halbsieben“ erneut antreten zu dürfen und legonomics – diesmal in Form eines Webinars – „live“ zu schalten. (hier, Danke, Semir Fersadi!). Eine Frage des Auditoriums ganz am Ende beschäftigt mich bis heute Morgen, nämlich die, worauf denn deutsche Unternehmen am schlechtesten vorbereitet seien. Nachdem Corona schon „durch“ ist und angesichts der Randale in Stuttgart am Wochenende (hier) meinte ich nur lapidar: auf innerstaatliche Konflikte. Und ich glaube, nicht nur Unternehmen sind schlecht auf eine derartige Welle der Gewalt vorbereitet.

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Morning Briefing 4. Mai 2020 – Digitalisierung // KI // Cobol

Guten Morgen,

Am Wochenende hatte ich zu Schatzi noch gemeint, dass die Politik die derzeitigen Beschränkungen nie und nimmer wird aufrecht erhalten können, dass die Lockerungen wesentlich schneller gehen würden, als wir uns das vorstellen könnten und ich schon mal Popcorn und Cola zusammensuchen würde, um mir genüsslich anzuschauen, wie Frau Merkel wohl „den Narrativ“ ändern würde, um den Wechsel zu bemänteln.

Und, tätä, tatsächlich lassen  die üblichen „gut unterrichteten“ Kreise über die üblichen Postillione verlauten, dass sich Frau Merkel nun – nachdem sie in der letzten Woche noch vor zu viel Übermut gemahnt hatte (hier) – an die Spitze der „Öffnungsbewegung“ setzen wird (hier). Sie will damit wohl ihre Rolle als große Anführerin retten – jetzt wo Sachsen-Anhalt mit einer „Fünf-Personen-Regel“ vorprescht (hier) und NRW droht, die Kitas wieder zu öffnen (hier). Im Endeffekt dürften die Landespolitiker aber selbst nur das nachvollziehen, was Ihnen die Gerichte mittlerweile in immer schnellerer Abfolge bescheinigen: Das viele der verhängten Maßnahmen schlicht und einfach verfassungswidrig sind (hier und hier). Und auch die ersten richtigen Bremsspuren in der Wirtschaft sind durchaus zu erkennen. So wird selbst Frau Merkel bei den Verhandlungen mit der Lufthansa gemerkt haben, dass die deutsche Wirtschaft wohl schon beim jetzigen Stand des Lockdown substantiell Schaden genommen haben dürfte. Dementsprechend stehe ich zu meiner meiner Prognose vom Mittwoch letzter Woche, dass wir ein Minus beim BIP von 10% sehen werden (hier).

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Morning Briefing 22. April 2020 – Zukunft der Arbeit-Special

Guten Morgen,

So, nu geht dat los – endlich, möchte man meinen. Und die Kanzlerin selbst hat es mit ihrem (echt deutschen, btw) Wortungetüm  „Öffnungdiskussionsorgie“ angefacht. Die dringend notwendige Diskussion darüber nämlich, wie wir mit dem Virus umgehen. Während sich der Spiegel Anfang der Woche noch auf ihre Seite schlug („Wir brauchen viel härtere Maßnahmen„) platzten – anders als in der Finanzkrise, der Fukushima-Katastrophe oder der (ebenfalls „alternativlosen“) Euro-Rettung – nach dieser Äußerung der Mehrzahl der Journalisten endlich die Kragen ob der herrschaftlichen Allüren der Kanzlerin (gute Zusammenfassung der Kommentare ebenfalls beim Spiegel, hier). Und, um mal den ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin zu zitieren, „Das ist gut so!“ Denn es sind ja tatsächlich Diskussionsorgien erforderlich, damit wir alle (!) einen kreativen Umgang mit dem Virus lernen. Und gerade wir Deutschen sollten wissen, dass  einsame Feldherrenentscheidungen sehr verhängnisvoll enden können. Deswegen bin ich auch gerade ziemlich begeistert vom Föderalismus (davon später mehr). Denn nach der Selbstentmachtung des Bundestages haben 16 Landes“fürsten“ die Rolle des demokratischen Widerparts übernommen. Das heißt nicht, dass ich die Entscheidungen von Frau Merkel für per se falsch halte, aber ich finde (und fand schon immer), dass der Weg dahin nicht sehr diskussionsfreudig war. Und jetzt ist hoffentlich dieses Tor der Diskussion endlich mal sperrangelweit offen. Lasst uns in Orgien schwelgen (mit Abstand, versteht sich!).

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Morning Briefing 23. Januar 2020 – Quantencomputer // Digitalisierung // Hasskriminalität

Guten Morgen,

Der neue Rekordstand des Dax gestern (hier) wurde von einem „Experten“ wie folgt erklärt: 

Der deutsche Leitindex konnte sich nicht weiter den Rekordständen in den USA entziehen“, schrieb Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. „Irgendwann ist der Bewertungsunterschied zwischen den deutschen und US-Unternehmen zu groß und wird von den Marktteilnehmern aufgeholt.

Wahrscheinlich hat der Mann mit diesen eigentlich sich selbst disqualifizierenden Aussagen sogar Recht – Händler (und immer mehr „Bots“) werden tatsächlich auf die (Rekord-) Kurse jenseits des großen Teichs schielen. Dieses Verständnis von Aktien als Wertaneiger eines Unternehmen und einem Index als Zusammmenstellung dieser Einzelwerte zeigt aber, womit der Aktienmarkt nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun hat – nämlich mit Fundamentals, also der Realwirtschaft.

Derweil redet sich die „gobale Elite“ in Davos den Mund grün (hier) – fliegt aber erst mal mit einer Jet-Armada ein, die  jeden saudischen Scheich vor Neid erblassen lässt (genial hier Die Welt! Das ist mal süffiger Journalismus). Ich meine, dass Mr. Trump mit zwei Jets kommt, ist klar, aber der Rest? Einfach nur bigot!

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Morning Briefing 30. Oktober 2019 – Cyber Crime Special

Guten Morgen,

Nun ja, auch wenn es eigentlich bitter ist: es entbehrt schon nicht einer gewissen Ironie, dass uns aller „Digitalminister“ bei einer Digitalisierungskonferenz im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Nase fällt“ (hier). Zwar kann ich seine „Digitaisierungs-Staatssekretärin“, Frau Bär, verstehen, wenn sie über die entsprechende Häme im Netz „abkotzt“ (hier). Allerdings – und darauf reite ich schon seit einiger Zeit rum (hier, s. Kommentierung bei „Respektrente“) – ist die Relation zwischen den konsumtiven und den investiven Aufwendungen im Staatshaushalt so weit aus der Balance geraten, dass Deutschland ob des dadurch entstehenden Rückstands im globalen Wettbewerbs insgesamt noch viel schmerzhafter auf die Nase fallen dürfte. Dies zeigt sich auch im nachfolgenden Cyber-Crime-Special, bei dem die öffentliche Verwaltung in Form des Berliner Kammergerichts ein sehr unrühmliches Beispiel abgibt (ich sage nur: Windows95!). Deswegen: Gute Besserung, Herr Altmaier! Wir brauchen Sie gesund und tatendurstig.

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