Morning Briefing 23. Juli 2020 – Cyber-Special

Guten Morgen

Während der Spiegel tönt „Europa macht es besser“, schickt sich gerade das EU-Parlament an, das mühsam geschnürte Rettungspaket wieder aufzumachen (hier). Und tatsächlich hat das Einschreiten des EU-Parlaments mal wieder gute Gründe (die dem Spiegel Getöse diametral entgegenstehen): „Gespart haben die [Regierungs-]Chefs fast ausschließlich bei Programmen, die Europa fit für die Zukunft machen sollen: Forschung, Bildung, Digitalisierung, Klimaschutz, Migration und Gesundheit.“ – wie das Handelsblatt mal in einem selten guten Artikel herausarbeitet. Das ganze „Rettungspaket“ entpuppt sich mehr und mehr lediglich als Konsumfinanzierung.

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Morning Briefing – 23. Juni 2020 – Tracing App // Huawei // Cyber-Attacke

Guten Morgen,

Gestern Abend hatte ich die Ehre und das große Vergnügen, drei Jahre nach meinem ersten Vortrag vor dem Münchner Unternehmerforum „halbsieben“ erneut antreten zu dürfen und legonomics – diesmal in Form eines Webinars – „live“ zu schalten. (hier, Danke, Semir Fersadi!). Eine Frage des Auditoriums ganz am Ende beschäftigt mich bis heute Morgen, nämlich die, worauf denn deutsche Unternehmen am schlechtesten vorbereitet seien. Nachdem Corona schon „durch“ ist und angesichts der Randale in Stuttgart am Wochenende (hier) meinte ich nur lapidar: auf innerstaatliche Konflikte. Und ich glaube, nicht nur Unternehmen sind schlecht auf eine derartige Welle der Gewalt vorbereitet.

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Morning Briefing – 11. Juni 2020 – Cyber-(Blackout-) Special

Guten Morgen,

Zwar haben die Wirtschaftsweisen ihre Prognose weiter abgesenkt – und sehen nun ein Minus beim deutschen BIP zwischen 6% und 7% für 2020 voraus (hier). Das ist aber eigentlich nur ein laues Lüftchen gegen das, was die OECD heranbrausen sieht: Zwar sieht diese Institution für Deutschland „nur“ ein Minus von 6,6% voraus, aber die Weltwirtschaft soll auch um 6% schrumpfen, einige Volkswirtschaften sogar um 30% (hier). Mir allerdings ein Rätsel, wie die exportabhängige deutsche Wirtschaft angesichts des Absturzes in 2021 wieder wachsen sollen. Aber nun gut, ich bin ja auch kein Experte…

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Morning Briefing 4. Mai 2020 – Digitalisierung // KI // Cobol

Guten Morgen,

Am Wochenende hatte ich zu Schatzi noch gemeint, dass die Politik die derzeitigen Beschränkungen nie und nimmer wird aufrecht erhalten können, dass die Lockerungen wesentlich schneller gehen würden, als wir uns das vorstellen könnten und ich schon mal Popcorn und Cola zusammensuchen würde, um mir genüsslich anzuschauen, wie Frau Merkel wohl „den Narrativ“ ändern würde, um den Wechsel zu bemänteln.

Und, tätä, tatsächlich lassen  die üblichen „gut unterrichteten“ Kreise über die üblichen Postillione verlauten, dass sich Frau Merkel nun – nachdem sie in der letzten Woche noch vor zu viel Übermut gemahnt hatte (hier) – an die Spitze der „Öffnungsbewegung“ setzen wird (hier). Sie will damit wohl ihre Rolle als große Anführerin retten – jetzt wo Sachsen-Anhalt mit einer „Fünf-Personen-Regel“ vorprescht (hier) und NRW droht, die Kitas wieder zu öffnen (hier). Im Endeffekt dürften die Landespolitiker aber selbst nur das nachvollziehen, was Ihnen die Gerichte mittlerweile in immer schnellerer Abfolge bescheinigen: Das viele der verhängten Maßnahmen schlicht und einfach verfassungswidrig sind (hier und hier). Und auch die ersten richtigen Bremsspuren in der Wirtschaft sind durchaus zu erkennen. So wird selbst Frau Merkel bei den Verhandlungen mit der Lufthansa gemerkt haben, dass die deutsche Wirtschaft wohl schon beim jetzigen Stand des Lockdown substantiell Schaden genommen haben dürfte. Dementsprechend stehe ich zu meiner meiner Prognose vom Mittwoch letzter Woche, dass wir ein Minus beim BIP von 10% sehen werden (hier).

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Morning Briefing 27. März 2020 – Cyber-Special

Guten Morgen,

Am Anfang der Coronakrise war die Politik das Problem, weil sie keine Ahnung von Virologie hat. Nun regieren die Virologen, die leider wenig von Wirtschaft verstehen.“ Mal eine selten reflektierte Äußerung im Hurrablatt der deutschen Wirtschaft (hier). Derzeit stehen wir im Wettbüro und haben eine Trifecta ersten Ranges laufen. Die Frage ist bei diesem „Rennen“ allerdings nicht, wer als erster durchs Ziel kommt, sondern wie viele der drei nun folgenden „Zieleinläufe“ wir überhaupt verkraften können: Die (tödlichen) Folgen des Virus, die kommende Rezession und/oder die – aus beidem folgende – gesellschaftliche Zerreißprobe.

Die Antwort darauf wird maßgeblich von den Politikern abhängen, die sich mit dem „Corona-Folgen-Abmilderungsgesetz“, im Wege eines Ermächtigungsgesetzes – zumindest was den ersten Zieleinlauf angeht – selbst in die Lage gebracht haben, dass ihnen bei einem Versagen die Ausreden ausgehen werden. Wenn mit der Pandemie der erste „Läufer“ im „Ziel“ ist, wird Herr Drosten durch einen „Wirtschaftsexperten“ ersetzt werden, so viel dürfte sicher sein. Aber, im Gegensatz zu Viren läuft die Wirtschaft nicht „wie ein Uhrwerk ab“ (Originalton Herr Kekulé), sondern „More often than not, business is smell, feel and touch as much as or more than numbers.“, wie Jack Welch zu sagen pflegte. Ich hoffe, dass die Politiker das ebenfalls begreifen, bereite mich aber als Sanierungsberater schon mal auf die Triage von Unternehmen beim zweiten Zieleinlauf vor. Und erst danach werden die gesellschaftlichen Folgen richtig zum Tragen kommen.

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Morning Briefing – 16. März 2020 – Cyber // Blackout // Äußere Sicherheit

Guten Morgen,

So, angesichts der nun auch in Deutschland steigenden Fallzahlen (Stand 08:30 Uhr: 5.813 Infizierte / 13 Tote) greift die Politik durch und „zündet“ eine die Wirtschaft stützende Bazooka (hier), schließt die Grenzen zum Ausland (hier) und Schulen (hier) und verbietet alles Mögliche (hier). Die Dynamik der Lageeentwicklung (das „P“-Wort will ich mal nicht in den Mund nehmen), erkennt man unschwer daran, dass am Dienstag letzter Woche noch ernsthaft darüber diskutiert wurde, das Fußballspiel Union vs. Bayern vor vollen Rängen zu zeigen (hier) und (bis auf die „Bazooka“) alle vorgenannten Entscheidungen erst über das jetzt hinter uns liegende Wochenende getroffen wurden. Die Frage ist, auf welcher Grundlage und mit welcher Überlegtheit diese Entscheidungen getroffen wurden, bzw. welchen Einfluss die Infizierung einiger Mitglieder der politischen Klasse mit dem Virus (hier) auf diese Entscheidungen hatte. 

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Morning Briefing 17. Februar 2020 – Cyber-Special

Guten Morgen,

Während der Coronavirus sich weiter austobt (Status Infizierte / Tote: rund 70.000 / 1.670, sehr gute Übersicht von John Hopkins hier), nehmen auch die Computer-Viren weiter zu, wie das nachfolgende Special zeigt:

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Morning Briefing 29. Januar 2020 – Cyber-Special

Guten Morgen,

6.049/131 – das ist der aktuelle Status der Coronavirus-Infektionen und der Todesfälle. Zum Vergleich: Freitag (also vor 5 Tagen!) war der Status noch bei 870/26. Damit hat der Virus angeblich schon die Zahlen der SARS-Epidemie getoppt und die Frage – neben den menschlichen Dramen, die sich derzeit abspielen – ist, ob das der Black Swan ist, der die Weltwirtschaft in die Krise stürzen wird (hier).

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Morning Briefing – 8. Januar 2020 – Kiel // Gießen // Maastricht

Guten Morgen,

Für die Beurteilung, ob „Nach Irans Vergeltung ein heißer Krieg mit den USA droht„, wie das Handelsblatt meint, oder ob der Angriff des Iran auf amerikanische Stützpunkte im Irak tatsächlich „ein Zeichen der Entspannung“ sei, wie Herr Asselborn in der Welt meint, ist es noch zu früh. Deswegen überlasse ich die Beurteilung Ihnen, meinen Lesern. 

Nachdem gestern eine „IT-Panne“ den Wertpapierhandel bei 1288 Banken (!) lahm legte (hier),  richten sich die bangen Blicke wieder auf die Sicherheit im und des Internet. Nicht zu Unrecht, wie das folgende schlecht verkappte „Cyber Crime Special“ zeigt.

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Morning Briefing 14. Oktober 2019 – Wirtschaftskriminalitäts-Special

Guten Morgen,

Zum Wochenschluss schloss der DAX 350 Punkte höher (hier) – nachdem Politiker (!) „Fortschritte“ beim Brexit und beim US-China-Handelskrieg verkündet haben. Während alternative Medien unisono auf die Unverbindlichkeit derartiger Erklärungen verweisen (z.B. hier) – ihnen also nicht über den Weg trauen, ist z.B. der „Gute-Laune-Bär“ der deutschen Wirtschaft wieder mal als Euphoriker unterwegs (hier). Anstatt entweder mal mögliche andere Motivationen zu eruieren: „Buy the rumors, sell the news“ – würde bedeuten, dass die „Algos“ (gemeint sind die Algorithmen, die mittlerweile 70% des Handels ausmachen (hier), die Aktien bei den ersten Anzeichen für eine positive Entwicklung aufkaufen – und bei Eintritt sofort verkaufen, was dann zu skurilen Kursverläufen führt (wenn man die Regel nicht kennt). Oder, dass es schlicht um einen „Crack-up-Boom“ handelt (hier)….

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