Morning Briefing – 16. Juli 2021 – Sicherheitslage – Ungleichgewichte

Guten Morgen,

Auch wenn die Unwetter-Katastrophe in Westdeutschland heute die Schlagzeilen (zu Recht) bestimmt (s. nur hier), wende ich mich in meinem letzten Post vor meinem Sommerurlaub erneut der Betrachtung der außenpolitischen Sicherheitslage Deutschlands zu (zuletzt hier), da die aktuellen Meldungen für mich ein Ungleichgewicht in Wahrnehmung und Handlung offenbaren:

„Morning Briefing – 16. Juli 2021 – Sicherheitslage – Ungleichgewichte“ weiterlesen

Morning Briefing – 2. Juli 2021 – Leadership – im Guten wie im Schlechten

Guten Morgen

So, für heute hatte ich ja im Nachgang zu meinem Sicherheitsspecial gestern (hier) eigentlich ein Russland-Special angekündigt. Aber heute ist Freitag – sprich, ich sollte mich mal aus dem Alltagstrott lösen. Zudem konnte man in dieser Woche wieder einige Momente von „Leadership“ erleben, positiv wie negativ. Deswegen heute mal wieder ein entsprechendes Special dazu (zuletzt hier):

„Morning Briefing – 2. Juli 2021 – Leadership – im Guten wie im Schlechten“ weiterlesen

Morning Briefing – 1. Juli 2021 – Sicherheitslage – schlafwandeln wir gerade?

Guten Morgen,

Eigentlich wollte ich mich heute mal in Ergänzung zu meinen früheren Blicken auf die aus deutscher Sicht wichtigen „G5“ (USA, China, UK, Europa, Deutschland, zuletzt hier) mal wieder der Wirtschaftslage Russlands zuwenden (s. zuletzt hier, aktuell fiel Russland bei mir eher durch Cyber-Angriffe auf, hier). Aber Russland ohne den Hintergrund der Sicherheitslage Europas und Deutschlands zu betrachten, macht schon wenig Sinn. Und aktuell fällt nicht nur Russland, sondern auch China durch das gewisse „Mehr“ an Kriegsrhetorik bzw. sogar Säbelgerassel auf. Deswegen jetzt schon wieder (zuletzt erst im April, hier) ein Update zur Sicherheitslage:

„Morning Briefing – 1. Juli 2021 – Sicherheitslage – schlafwandeln wir gerade?“ weiterlesen

Morning Briefing – 23. April 2021 – globale Sicherheitslage – Denken wir die mit?

Guten Morgen,

Dies ist ein Wirtschaftsblog (s. „Mission Statement„). Warum also beschäftige ich mich heute mit (internationaler) Sicherheitspolitik? „Weit rausgerudert“ könnte man da sagen. Weil Wirtschaft ohne Sicherheit nicht funktioniert. Und ich denke, dass wir uns – nach einer Phase der außenpolitischen Ruhe seit dem Mauerfall und dem darauf folgenden angeblichen „Ende der Geschichte“ – inmitten eines (vorhergesagten) „Kampfes der Kulturen“ befinden. Würde ich entgegnen. Und demnächst wird eben unsere Sicherheit eben nicht mehr am Hindukusch verteidigt, um mal den ehemaligen Verteidigungsminister Struck mit seiner oft kritisierten Aussage aus 2004 zu zitieren (hier). Denn in Folge des US-Rückzuges werden auch die deutschen Truppen schleunigst Afghanistan verlassen (hier). Ob dieser Rückzug stabilisierend für die Region wirkt, stelle ich einfach mal als Frage in den Raum. Viel aktueller als die damalige Aussage von Herrn Struck wirkt aber die Aussage des früheren Bundespräsidenten Köhler, der 2010 äußerte, „dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege.“ (hier). Die Pandemie hat uns Deutschen bereits die Fragilität von globalen Lieferketten – z.B. bei Halbleitern (Chips, hier) – vor Augen geführt. Und die Havarie der „Ever Green“ im Suez-Kanal (hier) vor einigen Wochen wohl erst recht. Man stelle sich jetzt mal vor, irgendeine Macht der Welt – dazu zählen auch Terroristen – würde sich daran machen, globale Lieferketten zu kontrollieren oder gar zu blockieren. Vielleicht auch mit militärischen Mitteln. Spätestens dann würden wir uns sehr schnell erinnern, dass Deutschland ja ein Land ohne eigene Rohstoff ist (s. nur hier). Aber vielleicht sollten wir uns angesichts aktueller (nachfolgend näher beschriebener Ereignisse) schon eher darauf besinnen – und die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Aber werden wir das im aktuellen mentalen Status? Dazu heute mal die Gedanken zum Wochenende:

„Morning Briefing – 23. April 2021 – globale Sicherheitslage – Denken wir die mit?“ weiterlesen

Morning Briefing – 11. März 2021 – Öffentlicher Sektor – „alles in allem“….?

Guten Morgen,  

Schon am Tage der Veröffentlichung meines letzten Specials über den öffentlich-rechtlichen Sektor (hier) kamen die nächsten Meldungen dazu hoch, wie „gut“ der öffentliche Sektor „funktioniert“. Die will ich Ihnen dann auf Dauer auch nicht vorenthalten:  

„Morning Briefing – 11. März 2021 – Öffentlicher Sektor – „alles in allem“….?“ weiterlesen

Morning Briefing 16. September 2020 – Cyber-Special

Guten Morgen,  

Nun ja, wenn an den Vorwürfen gegen Grenke etwas dran sein sollte (hier), dann kann ich die Hoffnung von gestern, dass sich unter den deutschen Unternehmen nicht doch noch ein „Wirecard“ oder „Nikola“ verbirgt (hier) wohl gleich begraben…. 

„Morning Briefing 16. September 2020 – Cyber-Special“ weiterlesen

Morning Briefing – 3. April 2020 – Krankenhaus-Special

Guten Morgen,

Schöne, neue Nach-Corona-Welt – McKinsey und Roland Berger haben sie gerade entworfen (hier). Ich gebe den Damen und Herrn der Edelberatung zwar sowohl in der Analyse Recht, dass Reise- und Touristik als letztes wieder „hochfahren“ werden, dass die Digitalisierung vorangetrieben werden muss und dass die Lieferanten vielleicht nicht single-source irgendwo in Asien hocken sollten. Aber gerade beim letzten Punkt würde ich mal gerne Mäuschen in den Archiven dieser beiden „Top“-Berater spielen, die für -zig Milliarden Euro nämlich jahrelang das Lied des Outsourcing und der Verlagerung von Arbeitsplätzen (und aus nichts anderem bestehen ja „Lieferketten“) nach Asien gesungen haben. Aber, wie immer gilt, was interessiert mich der Schmarrn, den ich gestern erzählt habe…..

„Morning Briefing – 3. April 2020 – Krankenhaus-Special“ weiterlesen

Morning Briefing 11. Juni 2019 – HSH Nordbank // Deutsche Bahn // Bundeswehr

Guten Morgen,

Geht es dem Esel zu gut, geht er aufs Eis: Die aktuelle Politik ist augenscheinlich auf die Sicherung und den Ausbau von Privilegien und vorgeblich berechtigter Ansprüche bestimmter Interessengruppen gerichtet, wie die aktuelle Portoerhöhung zeigt, die Bundwirtschaftsminister Altmaier genehmigte, ohne die daraus entstehenden Gewinnsprünge für die Post abzuschätzen (hier). Das ist nicht nur ordnungspolitisch brisant (ein Monopol bekommt eine Preiserhöhung von 10% und mehr genehmigt), sondern auch, weil der Staat von dem erhöhten Gewinn bei der Post gleich wieder selber partizipiert (hier). Bei diesem Thema hat es zumindest einen Aufschrei gegeben. Dagegen hat die Politik die Erforderlichkeit einer politischen Diskussion beim Ausbau von einigen „Entitlements“, wie es neudeutsch so schön heißt, fast ganz abgeschafft: Bei den Diäten der Bundestagsabgeordneten (hier), die mittlerweile fast genau so automatisch steigen, wie die Renten (hier). Beide „Entitlements“ werden nach bestimmten Formeln festgelegt – und können eigentlich nur steigen. Und – der Traum der „aufrechten“ öfftl-rechtlichen Medien soll nun auch wahr werden: Koppelung der Erhöhung der Rundfunkgebühren an die Entwicklung der Verbraucherpreise (hier).

„Morning Briefing 11. Juni 2019 – HSH Nordbank // Deutsche Bahn // Bundeswehr“ weiterlesen

Morning Briefing 10. Mai 2019 – McKinsey-Special

Guten Morgen, 

Und wieder eine epische (Fußball-) Schlacht- und diesmal (leider) nicht mit dem glücklichen Ende für den Underdog: Aufopferungsvolle Frankfurter unterlagen im Elfmeterschießen gegen Chelsea (hier). Von dem Kampfgeist der Mannschaften der letzten Tage könnte nicht nur die deutsche Nationalmannschaft eine Menge lernen….

Derweil zeigen sich die asiatischen Börsen zumindest heute Morgen relativ unbeeindruckt von den neuen Strafzöllen (hier) : der Shanghai Composite (der gestern noch um fast 1,5% zurückgegangen war) steht aktuell fast 2% im Plus (hier). Und auch der Nikkei steht weniger als ein halbes Prozent im Minus (hier). Und das vor dem Hintergrund einer neuerlichen Stärkedemonstration aus Nordkorea (hier) und der Eskalation mit dem Iran (hier). Sieht nicht so gut aus….

„Morning Briefing 10. Mai 2019 – McKinsey-Special“ weiterlesen

Morning Briefing – 30. Januar 2019 – Staatsbürgerschaft // Geldwäsche // Korruption

Guten Morgen,  

ok, nach sieben parlamentarischen Abstimmungen gestern kann Premierministerin May je nach Lesart entweder „Einmal kurz durchatmen“ oder hat gar „der EU die Pistole auf die Brust gesetzt„. Zwar beginnt Pressemeldung damit, dass Frau May jetzt in Brüssel noch einmal den sog. „Backstop“ nachverhandeln soll – das war das Ergebnis der einen Abstimmung (und wird wahlweise als Atempause oder sogar schlechte Ausgangslage für die EU beschrieben). Was viele Medien aber nicht bringen: Im Parlament fand sich auch eine Mehrheit für einen weiteren Antrag, nämlich „dass das Parlament ablehnen solle, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union ohne ein Austrittsabkommen und einen Rahmen für die künftige Beziehung verlässt“. Meine Lesart: „Wir verhandeln nach, aber wenn ihr (die EU) nicht mitspielt, dann treten wir halt nicht aus.“ Das kann ja (h)eiter werden, um mal einen alten Kalauer zu bemühen…

„Morning Briefing – 30. Januar 2019 – Staatsbürgerschaft // Geldwäsche // Korruption“ weiterlesen