Morning Briefing 18. Februar 2020 – Cum Cum // Cum Ex // Wirecard

Guten Morgen,

73.335/1.873 – der aktuelle Status Infizierte/Tote des Coronavirus. Derzeit wird damit gerechnet, dass der Höhepunkt der Epidemie Ende Februar erreicht wird und dass mit einem Abflauen ab April zu rechnen ist (hier). Zwar hält der Chef der WHO noch jegliches Szenario für möglich, aber die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass die Krankheit in 80% der Fälle mild verläuft und die Todesfallrate 2% beträgt (hier). Allerdings sollte man an diesen vorsichtigen Optimismus ein Fragezeichen machen – denn in Afrika, das mit China wirtschaftlich eng verbunden ist, startet die Epidemie erst gerade (hier) – und Bill Gates warnt vor zehn Millionen Toten dort (hier). Hoffen wir mal, dass das Szenario (vor unserer Haustür) sich so nicht realisiert. Denn auch so stellen sich die ersten realen wirtschaftlichen Effekte ein: Apple muss seine Umsatz-/Ertragserwartungen zurückschrauben – weil es in China an Kunden (Demand-Side) und Teilen (Supply-Side) fehlt (hier). China verschiebt die wichtigste Automesse (hier) und nicht nur deswegen dürfte der (deutsche) Automobilbau leiden (hier), etc. pp. Die Frage ist halt, ob diese Negativ-Effekte nach dem Abflauen der Epidemie wieder aufgeholt werden können – wir also zumindest im 2. Halbjahr einen Boom erleben werden.

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Cassandras – häufiger dort, wo man sie nicht vermutet

Zeitung

Zum Wochenende hatte ich mir drei Artikel „auf Halde gelegt“ – ohne zu wissen, dass sie im „Zusammenspiel“ nicht unbedingt für gute Laune sorgen würden. Im ersten zeigt ein ehemaliger Journalist der Financial Times, John Authers,  in meinen Augen und vielleicht unabsichtlich ein „Sollen sie doch Kuchen essen“-Verständnis seiner Leser. Der zweite Kommentar, von Hans-Werner Sinn im Handelsblatt, zeigt für mich die Orientierungslosigkeit dieser Zeitung. Der letzte Artikel (samt Buch), vom Hedge-Fonds Manager Ray Dalio beweist in meinen Augen mehr „Cassandra-Qualität“, als FT und HB zusammen. In meinen Augen sollte es uns zu denken geben, wenn Spekulanten, wie Ray Dalio, mehr, schlüssigere und authentischere Warnungen abgeben, als die eigentlich dafür verantwortliche Presse.  „Cassandras – häufiger dort, wo man sie nicht vermutet“ weiterlesen