Morning Briefing 7. August 2020 – Auseinanderdriftende Gesellschaft

Guten Morgen

Aussagen, wie die von Herrn Habeck zum Tempolimit (hier) zeigen, dass zumindest einige Politiker der Komplexität des Weltgeschehens mit einer (unverzeihlichen) Unterkomplexität begegnen (s. dazu auch John Cleese hier). Anstatt Gesamtkonzepte zu liefern (vielleicht mal ein intelligentes Verkehrskonzept?), werden einfache (populistische) Forderungen aufgebracht. Was ist das für eine Gesellschaft, die solche Unterflieger durchkommen lässt?

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Morning Briefing – 6. August 2020 – Journalismus-Special

Guten Morgen,

Mit Blick auf mein letztes Journalismus-Special (hier) kann ich nur sagen, dass die Presse die letzten sieben Wochen aber so gar nicht zum Lernen aus dem Rezo-Desaster genutzt hat. Bespiel gefällig?

„Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.“

Mit „sie“ ist übrigens die Gesamtheit der deutschen Polizei gemeint. So zu lesen in der taz Mitte Juni (hier). Auch wenn sich die taz selber in einem SEHR lesenswerten Kommentar dann doch mal selber an die Nase fasst (hier; das hätte ich auch gerne mal bei den konservativen Medien gesehen), zeigt es doch, wie sehr die Presse selber die Spaltung der Gesellschaft nachzeichnet und gleichzeitig vorlebt.

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Morning Briefing 5. August 2020 – Wenn zwei sich streiten – verliert der Dritte?

Guten Morgen

Neulich hat Herr Steingart mal exzellent die neue Zweiteilung der Welt am Beispiel der Konzerne, die die Digitalisierung der Welt vorantreiben, dargestellt (hier). „America first“ gegen „Chinas Traum„. Und Europa spielt dabei keine Rolle. Bestes Beispiel „Digitalisierung“: Nachdem der Burda-Verlag sein durchaus ehrgeiziges Programm einer eigenständigen Suchmaschine begraben hat (hier), fordert er nun eine eigenständige europäische digitale Infrastruktur (hier). Auch wenn das Manöver an sich ziemlich durchsichtig ist, so macht es die Argumentation doch nicht falsch (s. bei mir schon hier). Aber in Europa faselt man lieber von Digitalisierung und gibt das Geld dann doch nur für Konsum aus….

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Morning Briefing – 4. August 2020 – Vermögensverteilung // Beamte // Mindestlohn // Neo-Feudalismus

Guten Morgen, 

Nachdem seine Kollegin Baerbock schon mit „Kobolden“ auffiel (hier), schafft es Herr Habeck nun, mit „Handwerksrechnungen“ leichte Verständnisprobleme über die Zuständigkeiten von Bundesbehörden zu offenbaren (hier). Man könnte das ja alles als Lappalie abtun, aber nachdem Herr Habeck neulich erst mit einer unterirdischen Prioritätensetzung glänzte (hier), stelle ich mir schon die Frage, wie dieses „Spitzenduo“ – sollte es denn an die Macht kommen – Deutschland aus der derzeitigen Krise herausmanövrieren will – und kann.  

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Morning Briefing 3. August 2020 – Autobahn GmbH // Masken // Tönnies

Guten Morgen

Frau Lompscher, hätte das jetzt wirklich sein müssen (hier)? Da vergisst die Dame doch glatt, ihre Einkünfte aus Nebentätigkeiten bei Aufsichtsräten kommunaler Unternehmen bei der Steuer korrekt anzugeben.

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The German economy in June 2020 – rebound?

While in May it seemd that the corona-related crash of the German economy had already bottomed out (cf. here), the data for June 2020 even shows the first signs of a possible rebound. But, hey, let’s look into the German economy in some more detail:

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Morning Briefing – 24. Juli 2020 – Leadership // Pfadfinder // Patriotismus

Guten Morgen,

Nachdem ich ja vor meinem Start in den letzten Urlaub doch etwas negativ rüberkam (hier), diesmal ein eher versöhnlicher Ausklang vor meiner nächsten Pausenwoche: 

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Morning Briefing 23. Juli 2020 – Cyber-Special

Guten Morgen

Während der Spiegel tönt „Europa macht es besser“, schickt sich gerade das EU-Parlament an, das mühsam geschnürte Rettungspaket wieder aufzumachen (hier). Und tatsächlich hat das Einschreiten des EU-Parlaments mal wieder gute Gründe (die dem Spiegel Getöse diametral entgegenstehen): „Gespart haben die [Regierungs-]Chefs fast ausschließlich bei Programmen, die Europa fit für die Zukunft machen sollen: Forschung, Bildung, Digitalisierung, Klimaschutz, Migration und Gesundheit.“ – wie das Handelsblatt mal in einem selten guten Artikel herausarbeitet. Das ganze „Rettungspaket“ entpuppt sich mehr und mehr lediglich als Konsumfinanzierung.

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Morning Briefing – 22. Juli 2020 – USA-Special

Guten Morgen,

So langsam kristallisieren sich die wahren Ergebnisse des EU-Gipfels heraus: Demnach hat Frau Merkel es geschafft, Euro 1 Milliarde an Einmalzahlung herauszuschlagen (hier) – dafür darf Deutschland ab jetzt scheinbar Euro 45 Mrd. pro Jahr mehr an die EU überweisen (hier). Zu Recht bezeichnet die WiWo diesen Gipfel als „Gipfel“ (hier). Aber die Börse goutiert es – „Dax steigt über 13.000 Punkte – Anleger stehen unter Zugzwang“ und nun geht es „to infinity and beyond“ in diesem Wahnsinnsstadl (hier).

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Morning Briefing 21. Juli 2020 – Dinosaurier

Guten Morgen,

Na, geht doch: „Erleichterung in Brüssel: Grünes Licht für Rettungspaket“„EU-Gipfel einigt sich auf 1,8 Billionen Euro schweres Finanzpaket“. Der DAX ist über 13.000 und strebt einem neuen Rekordhoch zu (hier). Da muss man schon mal über Kleinigkeiten hinwegsehen, wie z.B. der Frage, ob die durch mit dem „Rettungspaket“ verknüpfte eigenständige Schuldenaufnahme durch die EU (natürlich mit Haftung der Mitgliedsstaaten!) überhaupt europarechtlich zulässig ist. Jahrelang hat man sich gegen Eurobonds gewehrt, weil genau die wohl nicht mit Europarecht vereinbar sein sollen. Aber die direkte Schuldenaufnahme ist ja so viel besser…. Auch können sich nur Kleingeister darüber wundern, dass nicht mal 24 Stunden nach Verabschiedung des Rettungspaketes ausgerechnet Frankreich den Wettlauf der niedrigsten Steuern in der EU aufnimmt (hier).

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