Corona – Exponentialismus in der Praxis

Auf Grund der dynamischen Entwicklung des nun auch offiziell von der WHO als Pandemie eingestuften Corona-Ausbruchs (hier), ist es aktuell nicht möglich, „belastbare“ Zahlen bezüglich Infizierten, Kranken und Sterberate zu liefern. Ein Freund von mir (ja, Steffen, von dir ist die Rede), alt, weiß und mit Vorbelastung „gesegnet“, modelliert sich derzeit – ganz Naturwissenschaftler – einen Wolf an irgendwelchen Excel-Tabellen, mit denen er den Verlauf der Epidemie hochrechnet. Muss eine Art von morbider Faszination sein, aber ok, wie sagt Schatzi immer: „Jede Jeck is anders!“ Aber, auch wenn alle Zahlen derzeit mit Vorsicht zu genießen sind, so kann man auch als einfacher Blogger (und bekennender Nicht-Natur-Wissenschaftler) aus den bisherigen Entwicklungen in verschiedenen Ländern zumindest erste Hypothesen ableiten:

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Morning Briefing 11. März 2020 – Politik // Fußball // Lehre

Fällt das nur mir auf? All diese wichtigen Leute, die sich immer für Ihre Verantwortung rühmen, aber wenn es drauf ankommt, nur „fordern“ können? Beispiel: „Söder fordert Corona-Notfallkonzept“ Der Herr ist übrigens der Ministerpräsident von Bayern, der könnte also mir als deppertem (Wahl-) Berliner doch mal zeigen, wo der Hammer hängt – und mit einem eigenen Konzept steil gehen. Das würde man dann neu-deutsch „Leadership“ nennen. Wie wichtig dieses Leadership angesichts der nachfolgenden „Highlights“ unserer aktuellen gesellschaftlichen Kultur ist, wird sich auch und gerade beim Umgang mit dem Coronavirus zeigen (s. dazu heute schon hier):

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Morning Briefing – 3. März 2020 – Coronavirus-Special

Guten Morgen,

89.197 / 3.048 (Infizierte / Tote), so die aktuelle Entwicklung der Pandemie, wobei aus der Übersicht von Johns Hopkins deutlich wird, dass sich die Verbreitung des Virus in China verlangsamt (so man den offiziellen Zahlen auch nur bedingt glaubt), während im Rest der Welt gerade Zahlen in die Höhe schießen. So hat sich die Zahl der Infizierten in Deutschland seit Freitag fast verdreifacht (hier; s. auch die gute Übersicht der FAZ hier). Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass auch in Deutschland in der kommenden Woche zu drastischen Maßnahmen gegriffen werden wird, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Aber auch die aktuelle „normale“ Grippesaison ist nicht ohne, wenn man sich anschaut, dass bis Ende Februar schon 98.000 Fälle in Deutschland gezählt wurden (hier).

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Morning Briefing 13. Dezember 2019 – Eliten // König // Hohenzollern

Guten Morgen,

Nachdem Trump gestern vollmundig tweetete, dass ein „großer“ Deal mit China „sehr wahrscheinlich“ sei, scheinbar, weil er bei den Strafzöllen doch eingeknickt ist (hier und hier), gingen die Börsen weltweit durch die Decke.

Die Frage ist, ob das Kursfeuerwerk heute weiter anhält, stehen uns doch jetzt ziemlich sicher nur noch höchstens 49 Tage und der Rest von heute bis zum Brexit bevor. Denn Boris Johnson’s Tories haben zwar nur 43% der Stimmen, aber auf Grund des britischen Wahlrechts gleichwohl eine komfortable Mehrheit der Sitze im Unterhaus gewonnen (hier). Dementsprechend will Herr Johnson jetzt „das Potential der Menschen entfesseln“ (hier).

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Morning Briefing –12. Dezember 2019 – Geldwäsche // Steuertransparenz // Cum Ex

Guten Morgen,

Geil ist ja, wenn Politiker sich gegenseitig behumsen: So gerade im Untersuchungsausschuss gegen die ehemalige Verteidigungsministerin von der Leyen – in dem scheinbar reihenweise geschwärzte Akten kursieren (hier). Oder demnächst wahrscheinlich zu beobachten im U-Ausschuss gegen Herrn Scheuer – der sich keiner Schuld bewusst ist, aber die Arbeit des Ausschusses „begleiten“ und „keine Unterlagen zurück halten“ will (hier).

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Morning Briefing 15. August 2019 – Politik // Grüne Wirtschaftspolitik // Industriepolitik

Guten Morgen,

Na, die Zwischenrally nach Herrn Trumps Entscheidung, einige Zollerhöhungen noch nicht am 1. September 2019 in Kraft zu setzen (hier) hat ja nicht so richtig lange vorgehalten: Prägnant fasst Mr. El-Erian zusammen: „Alle drei großen US-Börsenindizies haben mehr als 3% verloren (hier). Das dürfte aber auch daran liegen, dass die Zinskurven der zwei- und zehnjährigen US Staatsanleihen gestern invertiert sind (oder haben?), ein untrügliches Rezessionssignal (hier). Der Dax hat sich gestern zwar nach zwischenzeitlichen Verlusten von über 2,2% wieder etwas „berappelt“, ist aber schlussendlich dann doch mit immer noch -2,19% aus dem Handel gegangen. Diese Ausgangslage lässt nichts Gutes für den heutigen Handelstag erwarten. Während in China scheinbar schon wieder das „National Team“ den Shanghai Composite stützt, der nähert sich gerade von unten der null an, hier), notiert der Nikkei aktuell mit knapp -1,30% gegenüber dem Vortagesschluss.

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Berlin: Grüne Radwege?

Wissen Sie, wofür das Foto steht? Für das komplette Versagen des Berliner Senats bei der Verkehrsplanung. Mit viel tamtam war der rot-grüne Senat Ende 2017 an die Regierungsarbeit gestartet und hatte neben dem großzügigen Ausbau des Fahrradwegenetztes unter anderem auch beschlossen, alle Radwege grün zu streichen – u.a. um Falschparker abzuschrecken (hier). Soweit, so gut – oder schlecht. Schon bei der damaligen Bekanntgabe des geplanten grünen Anstrichs sah ich persönlich ob der fehlgeleiteten Prioritätensetzung nämlich eher rot.

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Morning Briefing 27. Mai 2019 – Konjunktur // Politik // Digitalisierung

Guten Morgen,

Was für eine Wahlnacht – da weiß man gar nicht, worauf man sich kommentierend stürzen soll: Ob auf das Desaster der SPD (hier) oder den Aufschwung der Rechten im Rest von Europa (hier) oder gar auf die über 33% für Nigel Farage’s britische Brexit-Partei (hier, während die einstmals stolzen Tories bei unter 9% landen). Nein, wohl eher auf den Triumph-Zug der Grünen, die bei den unter 25-jährigen Wählern mehr Stimmen bekommen als SPD, CDU und FDP zusammen (hier). Ich habe mir gestern mal eine Stunde Fernsehen mit den dazugehörigen Kommentaren angetan: Klar war, dass die Grünen feiern, aber die CDU tut echt so, als hätte sie gewonnen. Unfassbar.

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Morning Briefing – 24. Mai 2019 – Politik // Wirtschaft // Visionen

Guten Morgen,

Langweilig ist es derzeit auf jeden Fall nicht: Union Berlin könnte es gegen desolate Stuttgarter (Sorry, Stefan und Markus, aber so isset) erstmals in die Bundesliga aufsteigen (hier). Aber das ist ja alles nur eine Randnotiz gegen das bevorstehende Erdbeben der schon laufenden Wahlen zum Europaparlament (hier). Aber, wer weiß, vielleicht rüttelt es ja mal die „Eliten“ auf und sie stellen fest, dass es eben wirklich nicht nur „ihr“ Projekt sein darf (hier). Und die Europawahlen selber verblassen gegenüber dem eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China – 1913 lässt grüßen (hier).

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Populismus, Wirtschaft und Medien

In einem sehr lesenswerten Artikel (diesmal fürs Manager Magazin) erklärt Henrik Müller die Gründe für den wiederholten wirtschaftlichen Absturz Argentiniens vor allen Dingen mit einer Art „Populismus-Schleife“, in der sich das Land seit Mitte der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts befinde (hier).

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