Morning Briefing – 3. März 2020 – Coronavirus-Special

Guten Morgen,

89.197 / 3.048 (Infizierte / Tote), so die aktuelle Entwicklung der Pandemie, wobei aus der Übersicht von Johns Hopkins deutlich wird, dass sich die Verbreitung des Virus in China verlangsamt (so man den offiziellen Zahlen auch nur bedingt glaubt), während im Rest der Welt gerade Zahlen in die Höhe schießen. So hat sich die Zahl der Infizierten in Deutschland seit Freitag fast verdreifacht (hier; s. auch die gute Übersicht der FAZ hier). Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass auch in Deutschland in der kommenden Woche zu drastischen Maßnahmen gegriffen werden wird, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Aber auch die aktuelle „normale“ Grippesaison ist nicht ohne, wenn man sich anschaut, dass bis Ende Februar schon 98.000 Fälle in Deutschland gezählt wurden (hier).

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Morning Briefing 28. Februar 2020 – Entwicklungshilfe // Schokolade // Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Guten Morgen,

So, die Panik hat die Börsen fest im Griff – aktuell ist der DAX noch mal um 600 Zähler abgeschmiert (hier). Das sind jetzt die Dimensionen der Finanzkrise. Und dass, obwohl erste Anzeichen andeuten könnten, wenn die Regierung nicht zu sehr in den Zahlen rumpfuscht, dass die Epidemie in China den Höhepunkt schon hinter sich haben könnte (hier). Das heißt nicht Entwarnung, aber man sollte die Entwicklung dort beobachten. Derweil behält zumindest Frau Lagarde kühlen Kopf und hält es für zu früh für geldpolitische Reaktionen (hier). Aber auch die FAZ (hier, danke Schatzi) und das iwd (!) (hier) fallen mal durch wohltuend differenzierte Betrachtung bezüglich aktuellem Status und potentiellen wirtschaftlichen Entwicklungen auf. Derweil fordert Deutsche Bank Chefökonom Folkerts-Landau erst mal pauschal Kredite (hier). Der Mann fällt ja häufiger mal durch Ideen auf, wie man anderer Leute Geld gut in sein persönliches Portemonnaie umleiten könnte (s. nur hier). Die Deutsche Bank sollte vielleicht mal drauf achten, wie sie ihre mühsam gerade zumindest auf den Null-Punkt angehobene Reputation schützen kann….

Soweit erst mal diese Woche zum Virus….

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Morning Briefing – 27. Februar 2020 – Schuldenbremse // EU-Haushalt// Steuern

Guten Morgen,

Der Virus kam mit dem Flixbus – oder auch nicht (hier). Die Flixbus-Reisende aus Italien dürfte aber kein Einzelfall gewesen sein. Dementsprechend dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wann der Virus hier oder in anderen großen Städten „an die Oberfläche“ kommt. „Brace for impact“, wie man so schön sagt. Die Wirtschaft geht schon mal in die Offensive und beklagt die Auswirkungen des Virus (hier) und – natürlich – fordert der BDI-Chef jetzt schon mal Staatshilfe (hier).

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Morning Briefing 26. Februar 2020 – Medizinische Versorgung // Löhne // Sirenen

Guten Morgen,

Ok, das war dann wohl eine Fehlprognose: Entgegen meiner Vermutung gestern (hier), sind die Aktienkurse gestern nicht gestiegen, sondern deftig weiter gefallen (hier) – und auch zum Börsenstart heute sieht es nach einem weiteren Absturz aus (hier). Aber: Wie sagte ich doch: Schlechte Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten – denn jetzt kommt das Helikoptergeld. Zwar zunächst nur in Hongkong und nur USD 1.300,- (hier und hier), aber das dürfte der Dammbruch für alle möglichen Spielarten für MMT (=Modern Monetary Theory) gewesen sein. Der Irrsinn wird jetzt methodisch zu Ende gebracht. Denn, was wird – worauf Zerohedge (Artikel im zweiten Link) zart hindeutet – wohl die Folge sein? Inflation, was sonst. Aber: Das wird dann bestimmt nicht so genannt. Und danach wills wieder keiner gewesen sein….

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Morning Briefing – 25. Februar 2020 – Wasserstoff // Batterien // Erdgas

Guten Morgen,

Wie heißt doch die neue Börsenweisheit? „Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“. Und, tatsächlich: Wegen des Ausbruchs des Corona-Virus in Italien und des resultierenden Absturzes gestern (hier) werden vom Hurra-Blatt der deutschen Wirtschaft schon Nachrichten über angebliche Zinssenkungen der EZB verbreitet (hier) und auch in den USA werden „sofortige“ Zinssenkungen gefordert (hier). Da bin ich mir schon fast sicher, dass schon alleine deswegen die Kurse heute wieder steigen werden.

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Morning Briefing 24. Februar 2020 – Deutsche Wirtschaft // Produktivität // Rezession?

Guten Morgen,

And now it goes lose, wie der Fachmann sagen würde. Weniger auf Grund der weiter steigenden Zahlen von Infizierten / Toten (aktuell: 76.360 / 2.619), sondern eher, weil das Virus nun offensichtlich mit Italien auch den europäischen Kontinent erreicht hat (aktueller Stand hier). Schon im Social-Media Verkehr mit meinen Freunden steigt der Panik-Level an. Es ist jetzt eigentlich egal, wie letal der Virus ist (ich gehe bislang immer noch davon aus, dass jede „normale“ Grippewelle mehr Tote „produziert“, s. aktuell hier) – die jetzt folgende Angst dürfte so oder so zu einem „Übergreifen“ auf die Wirtschaft führen, auch in Europa, unabhängig von Lieferengpässen, die sich aus den Konsequenzen der Epidemie in China eh schon ergeben (Stichwort: Lieferengpässe).

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The German economy in January 2020 – before the virus hits

While the last „Monthlies“ pointed to a plateauing of the German economy (cf. here and here), the beginning of January marked the point where everybody began to take the threats emanating from the Corona-virus seriously. However, since the economic impact was only starting to gain traction, it is quite interesting to see how the German economy evolved prior to this crucial chain of events. But, hey, let’s look into the German economy in some more detail:

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Morning Briefing –21. Februar 2020 – China-Special

Guten Morgen,

76.727 / 2.247 – so der aktuelle Stand Infizierte/Tote durch den Coronavirus. Seitdem die chinesische Regierung eine neue Zählvariante anwendet (hier), fällt die (offizielle) Zahl der Neuinfektionen in China – während es scheinbar in Südkorea gerade so richtig losgeht (hier). Eine konkrete Antwort auf die Frage, wann die Epidemie ihren Höhepunkt erreicht, umgeht die NZZ in dem Artikel hier – verdeutlicht aber auch, warum es keine konkrete Antwort geben kann.

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Morning Briefing 20. Februar 2020 – Schuldscheine // Unternehmens-Anleihen // Leveraged Loans

Guten Morgen,

Der DAX beendet den gestrigen Handelstag mit einem neuen Rekordstand (hier), während gleichzeitig der Goldpreis auch auf ein neues (Zwischen-) Hoch steigt (hier). Wie geht das zusammen? Ganz einfach: Die „Investoren“ optimieren Dank Zentralbankgeld ihre Profite, während sie gleichzeitig (mit den Gewinnen) in Gold „investieren“ – und möglicherweise jetzt auch gewinnen. Aber im Zentrum dieser „Hausse“ steht der Glaube an den heiligen Gral der stetigen Intervention der Zentralbanken. In diesem Sinne sind dann „bad news“ (Coronavirus) „good news“, denn es wird als sicher „vorausgesehen“, dass die Zentralbanken wieder weitere Milliarden in den Markt pumpen werden.

Derweil crasht die „Realwirtschafft“, aber sowas von: Japans BIP bricht im vierten Quartal um über 6% ein (hier und hier), über Boeing, GM und Ford hatte ich gestern schon berichtet (hier) und Apple haut auf Grund des Coronavirus eine Gewinnwarnung raus (hier). Und: die Zinskurven für dreimonatige und zehnjährige US Staatsanleihen sind erneut invers (hier).

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Morning Briefing – 19. Februar 2020 – Bahn-Special

Guten Morgen,

Schon ohne den Coronavirus sah es um die Zukunft von Boeing (aktuell hier), GM (hier) und Ford (hier) nicht gut aus. Mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus dürfte die Situation nicht besser werden – vielleicht treffen ja meine entsprechenden Prophezeiungen von Anfang Januar (hier, Ziff. 4) ins Schwarze – dann hat Mr. Trump ein Problem.

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