Morning Briefing – 17. Mai 2021 – Quo vadis Inflation?

Guten Morgen,

Die USA haben gerade die 4,0%-Inflationsmarke durchstoßen (hier). Auch wenn diese Marke vor allem in der Höhe noch den sog „Stimmies“ zuzuschreiben sein dürfte, sprich Stimuluszahlungen, die in den letzten Monaten an einen Großteil der US-Amerikaner ausgezahlt wurden, so ist das doch nicht die ganze Wahrheit. Denn der zehnjährige Referenzzinssatz für US-Staatsanleihen (hier), weist eine seit Oktober letzten Jahres ansteigende Kurve auf, genau wie die „German Bunds“ (hier). Ob dieser Anstieg Folge der Risikobepreisung der galoppierenden Staatsverschuldung ist, der Antizipation eines schnellen Wachstums (=Heißlaufen der Märkte) oder tatsächlich „real-inflationär“ kann derzeit wohl keiner sagen – auch, wenn er so tut. Das wird man erst hinterher können. Grund genug gleichwohl mal auf die Diskussion zur Inflation zu schauen:

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Morning Briefing – 7. Mai 2021 – Gibt es (noch) „eine“ Gesellschaft?

Guten Morgen,

Zum Wochenende will ich Ihnen heute im Rahmen eines „Long-Read“ fürs (hoffentlich letzte kalte und corona-fokussierte) Wochenende einige Gedanken zum aktuellen Status der deutschen Gesellschaft und deren potentielle Entwicklung nahe bringen:

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Morning Briefing – 30. April 2021 – Überbordende Staatsorganisation?

Guten Morgen,

Zum Abschluss dieser Woche mal ein Blick auf die sich wandelnde Staatsorganisation Deutschlands. Spoiler: nicht unbedingt zum Besten:

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Morning Briefing – 23. April 2021 – globale Sicherheitslage – Denken wir die mit?

Guten Morgen,

Dies ist ein Wirtschaftsblog (s. „Mission Statement„). Warum also beschäftige ich mich heute mit (internationaler) Sicherheitspolitik? „Weit rausgerudert“ könnte man da sagen. Weil Wirtschaft ohne Sicherheit nicht funktioniert. Und ich denke, dass wir uns – nach einer Phase der außenpolitischen Ruhe seit dem Mauerfall und dem darauf folgenden angeblichen „Ende der Geschichte“ – inmitten eines (vorhergesagten) „Kampfes der Kulturen“ befinden. Würde ich entgegnen. Und demnächst wird eben unsere Sicherheit eben nicht mehr am Hindukusch verteidigt, um mal den ehemaligen Verteidigungsminister Struck mit seiner oft kritisierten Aussage aus 2004 zu zitieren (hier). Denn in Folge des US-Rückzuges werden auch die deutschen Truppen schleunigst Afghanistan verlassen (hier). Ob dieser Rückzug stabilisierend für die Region wirkt, stelle ich einfach mal als Frage in den Raum. Viel aktueller als die damalige Aussage von Herrn Struck wirkt aber die Aussage des früheren Bundespräsidenten Köhler, der 2010 äußerte, „dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege.“ (hier). Die Pandemie hat uns Deutschen bereits die Fragilität von globalen Lieferketten – z.B. bei Halbleitern (Chips, hier) – vor Augen geführt. Und die Havarie der „Ever Green“ im Suez-Kanal (hier) vor einigen Wochen wohl erst recht. Man stelle sich jetzt mal vor, irgendeine Macht der Welt – dazu zählen auch Terroristen – würde sich daran machen, globale Lieferketten zu kontrollieren oder gar zu blockieren. Vielleicht auch mit militärischen Mitteln. Spätestens dann würden wir uns sehr schnell erinnern, dass Deutschland ja ein Land ohne eigene Rohstoff ist (s. nur hier). Aber vielleicht sollten wir uns angesichts aktueller (nachfolgend näher beschriebener Ereignisse) schon eher darauf besinnen – und die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Aber werden wir das im aktuellen mentalen Status? Dazu heute mal die Gedanken zum Wochenende:

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Morning Briefing – 15. April 2021 – Die deutsche Wirtschaft – ein Märchen?

Guten Morgen,

Nach dem (zwangsweisen) Ausscheiden von Herrn Lars Feld aus den sog. „Wirtschaftsweisen“ scheint Skepsis nicht mehr die vorherrschende Stimmung zu sein. Vielmehr geht das Gremium trotz des erneuten Lockdowns, dessen Länge nicht absehbar ist, weiterhin von einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 3% in diesem Jahr aus und gründet diese „Prognose“ auf die Hoffnung für ein starkes Wachstum im zweiten Halbjahr (hier). Aber schon diese 3% nehmen sich im Vergleich zu den Prognosen für die USA (6,5%, hier) und China („mindestens 6%“, hier) eher bescheiden aus. Aber auch das Potentialwachstum Deutschlands nach 2021 dürfte gegenüber diesen „Lokomotiven“ immer weiter zurückbleiben, wie die nachfolgende Übersicht zeigt:

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Morning Briefing – 14. April 2021 – Digitalisierung- so kommen wir nie voran

Guten Morgen,  

Deutschland hinkt – und das ist spätestens seit der Pandemie eine Binse – bei der Digitalisierung der Welt hinterher – und zwar MEILEN! „Archaisch“ nennt es ein Gutachten mit dem Titel „Digitalisierung in Deutschland – Lehren aus der Coronakrise“ des Wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums (hier und hier). Deswegen heute mal ein kleiner Blumenstrauß konkreter Fails:   

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Morning Briefing – 13. April 2021 – Rechtsstaat – hoffentlich nicht das nächste „Ruckeln“…

Guten Morgen,

In Anbetracht der neuen „Rechts-Rakete“, die die Bundesregierung heute in Form des „Bundes-Lockdowns“ zündet (hier), heute schon wieder ein „Rechtsstaats-Special“ (s. zuletzt hier).

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Morning Briefing – 26. März 2021 – Deutschland – die ängstliche Frau Europas?

Guten Morgen,

Was für eine Woche! Bin ich froh, dass ich das Meiste wegen völliger Arbeitsüberlastung gar nicht oder nur über Twitter mitbekommen habe. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich viel zu sehr aufgeregt. Grund genug war ja, aber das Bashing übernehmen mittlerweile ganz andere – wie Beisenherz, Lobo oder auch Fleischhauer – die sich eigentlich bislang eher auch vor die Kanzlerin gestellt hatten. Aber, sind wir nicht alle ein bisschen wie die Kanzlerin? Und ist Deutschland wieder da, wo es The Economist bereits 1999 verortete, als „sick man of Europe (hier)? Oder eher die ängstliche Frau Europas? Nachfolgend mal ein paar Anreger dazu:

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Morning Briefing – 25. März 2021 – Was kost‘ die Welt? – Schulden spielen keine Rolex! Oder doch?

Guten Morgen,

Auch wenn ich mir ja regelmäßig im Rahmen von Specials zur Staatsfinanzierung (hier) oder Verschuldung (hier) die Schuldensituation staatlicher und privater „Player“ anschaue, so liegt das letzte „Schulden-Special“ aus dem August letzten Jahres schon etwas zurück (hier). Die „Player“ waren seit dem (leider) nicht untätig, wie das nachfolgende Special zeigt:

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Morning Briefing – 24. März 2021 – Audit – Zähne durch die kalte Küche?

Guten Morgen,

Während ich ja erst neulich (hier) darüber philosophiert hatte, dass die Wp’s nach Wirecard endlich wieder Zähne bekommen, scheint in Deutschland nicht nur die Regierung und Verwaltung dem Prinzip des „Auf-Sicht-Fahrens“ und der bräsigen Reaktionsschwäche, die sich in das Gewand des moderaten und moderierenden Auftritts kleidet, zu frönen:

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