Morning Briefing – 14. April 2020 – Neustart // Treuhand 2.0 // Konzentrationsprozess

Während sich vor und über Ostern Experten in interdisziplinären Teams Gedanken über einen Ausstieg aus dem Shutdown/Lockdown machen (die entsprechenden Thesenpapier habe ich – soweit sie vorliegen – in einem separaten Post, hier, zusammenfasst), haben es einige Politiker scheinbar geschafft, mit ihrer Panikmache die Bevölkerung so einzuschüchtern, dass sie jetzt erst mal nicht aus dem Lockdown raus will (hier).  Das wird ja witzig werden – wenn Herr Söder plötzlich die Leute zum Arbeiten antreiben will – weil es „seinem“ bayrischen BIP nicht so gut geht. Und, glaubt man einem in der FAZ zitierten „Superforecaster“, dann geht das normale Leben ab 27. April 2020 wieder los (hier). Da sind wir ja mal gespannt.

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Coronavirus – Der Exit beginnt!?!

Noch am Donnerstag der letzten Woche hatte ich  – eher verzweifelt – meine „Ode an die Freiheit“ gesungen (hier), weil ich vor lauter Virologen das deutsche Recht gar nicht widerfand. Aber kurz vor und über das Osterwochenende haben dann verschiedene – und interdisziplinäre (!) – Teams begonnen, sich mal mit den Nebenwirkungen des Shutdowns auseinanderzusetzen  und Wege aus der Krise aufzuzeigen. Das gibt Hoffnung, aber lesen Sie selbst in den Thesenpapieren (soweit vorhanden):

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Morning Briefing 9. April 2020 – Persönlichkeiten der Stunde – Ode an die Freiheit!

Guten Morgen,

Die Rechtsanwältin Beate Bahner wagt sich aus der Deckung – und tritt gegen eine Phalanx aus Virologen, Politikern und Medien an, die gegenwärtigen Maßnahmen des Lockdowns verfassungsrechtlich überprüfen zu lassen (s. auch hier) – während 56% der Deutschen gegen eine Lockerung der entsprechenden Maßnahmen nach dem 20. April 2020 sind (hier). Derweil gibt sich die Bundesrechtsanwaltskammer eher brav (hier), während der Anwaltsverband zumindest etwas kritischer wird, aber die Diskussion auf der Ebene der Gewaltenteilung belässt (hier). Und auch unser Bundesverfassungsgericht – dass seine Anrufung zumindest mal angenommen hat – entschied in einem Eilverfahren, dass die „erheblichen und voraussichtlich teilweise auch irreversiblen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Folgen“ der Beschränkungen nicht unzumutbar seien (hier).

Während sich „konservative“ Medien – allen voran Die Welt – häufig in vorgeblicher Staatsräson üben und in die vorgenannte Phalanx der „Alternativlosen“ einreihen, fällt es den als „linksversifft“ gescholtenen (und auch von mir nicht immer ernst genommen) Medien – Der Spiegel und Süddeutsche ganz vorneweg – zu, die freiheitliche Lücke, die der Totalausfall der FDP in dieser Corona-Lage gerissen hat (sorry, Frau Leutheusser-Schnarrenberger, Sie sind natürlich ausgenommen), zu füllen. Und das tun sie. Ich kann nur sagen, Chapeau und meine Bewunderung, sich so eloquent, rational und ruhig gegen den aufgeheizten Mainstream zu stellen.

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Morning Briefing – 8. April 2020 – Europa-Special

Die „Financialisation“ läuft wieder – wie geschmiert: Nachdem gestern auch die japanische Regierung eine Verdoppelung der Hilfspakete in Aussicht gestellt hatte (hier), gab es für die Aktienindizes kein Halten mehr (s. hier zum DAX). Dabei geht die Nachricht völlig unter, dass Argentinien gerade erneut mit Zahlungen ausgefallen – mithin pleite ist (hier). Und Argentinien wird nicht das einzige Land bleiben, dass in der Corona-Krise (endgültig) in die Staatspleite rutschen wird. Die bange Frage ist natürlich, ob die Dauerkrise-Kandidaten in der Eurozone – Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich – sich in die Richtung von Argentinien bewegen oder (erneut) durch die EZB und die Euro-Mitgliedsstaaten gerettet werden müssen.

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Morning Briefing 7. April 2020 – Start-ups Special

Guten Morgen,

Gestern erst hatte ich mich über die (unbezifferte) Staatshilfe für den FTI Touristik-Konzern aufgeregt (hier). Und jetzt soll die – angeblich dank staatlicher Hilfe für 12 Monate durchfinanzierte – Gesellschaft billig von einem ausländischen „Investor“ geschossen werden (hier). Kann mir mal einer erklären, warum der deutsche Staat nicht wenigstens die Anteile im Gegenzug zur Unterstützung übernommen hat?

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Morning Briefing – 6. April 2020 – Statistik // Politik // Presse

Guten Morgen,

Das kann doch nicht wahr sein! Jetzt retten die Regierenden mit FTI Touristik schon den zweiten Reiseveranstalter (hier) – und dass, wo selbst das McKinsey/Roland Berger Team erst in der letzten Woche festgestellt hat, dass der Touristik-Sektor einer der letzten sein wird, der nach Corona wieder „hochfahren“ wird (hier).

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Coronavirus – „Glaube nie einer Statistik, …

… die du nicht selber gefälscht hast.“ Dies wahlweise Winston C., Johannes Rau oder anderen zugeschriebene Zitat feiert in Zeiten der Corona wieder mal fröhliche Urständ – und da tritt einiges zu Tage, wenn man dem RKI und Statistikern „aufs Maul“ schaut. ABER, gleich vorab: Wie schon bei meinem „Leugner und Blockwarte“-Post (hier), war es gut, diesen Post mal ein bisschen „reifen“ zu lassen. Denn es zeigt sich wieder einmal, dass berechtigte Kritik bei den Verantwortlichen ankommt und sie tatsächlich vernünftig zu reagieren scheinen – und die Qualität der statistischen Erhebungen sozusagen „on the go“ verbessern. Hut ab, aber lesen Sie selber:

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Morning Briefing – 3. April 2020 – Krankenhaus-Special

Guten Morgen,

Schöne, neue Nach-Corona-Welt – McKinsey und Roland Berger haben sie gerade entworfen (hier). Ich gebe den Damen und Herrn der Edelberatung zwar sowohl in der Analyse Recht, dass Reise- und Touristik als letztes wieder „hochfahren“ werden, dass die Digitalisierung vorangetrieben werden muss und dass die Lieferanten vielleicht nicht single-source irgendwo in Asien hocken sollten. Aber gerade beim letzten Punkt würde ich mal gerne Mäuschen in den Archiven dieser beiden „Top“-Berater spielen, die für -zig Milliarden Euro nämlich jahrelang das Lied des Outsourcing und der Verlagerung von Arbeitsplätzen (und aus nichts anderem bestehen ja „Lieferketten“) nach Asien gesungen haben. Aber, wie immer gilt, was interessiert mich der Schmarrn, den ich gestern erzählt habe…..

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Morning Briefing 2. April 2020 – Transport-Special

Guten Morgen,
 

Tja, und täglich grüßt das Murmeltier – werden sich die Mitarbeiter von Karstadt heute Morgen gedacht haben, als sie die Schlagzeile lasen, dass über ihr (nun mit Galeria Kaufhof fusioniertes) Unternehmen ein „Schutzschirmverfahren“ beantragt wurde (hier). Interessant erscheint, dass der Eigner der Gruppe zunächst noch im Dezember 2019 über eine Anleiheplatzierung Euro 250 Mio. aufgenommen hatte (hier) und in der letzten Woche – wohl um das Kriterium der weiterhin bestehenden Zahlungsfähigkeit bei der entsprechenden Norm der InsO (§ 270b) einzuhalten – noch Euro 140 Mio. an den Konzern überwiesen hat. Da dürfte nach der Insolvenz nicht mehr viel von übrig sein…

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Morning Briefing – 1. April 2020 – China-Special

Guten Morgen,

Ist das schlimmste zumindest in China schon wieder vorbei? Die – nach offiziellen Angaben – extrem geringen Raten von Neuinfektionen und Toten (aktueller Stand:  82.308 / 3.316, JHU) suggeriert das. Vielleicht sogar in wirtschaftlicher Hinsicht? Der rasante Anstieg des PMI scheint dafür zu sprechen (hier). Allerdings sprechen einige – nicht ganz so offizielle – Daten eine andere Sprache: So wurden gegen Ende März die gerade wieder eröffneten Kinos in China auf Grund Verfügung der Zentralregierung erneut geschlossen (hier) und die Zahl der Beerdigungen in Wuhan erscheint verdächtig hoch (hier). Britische Forscher gehen denn auch davon aus, dass die chinesische Zentralregierung das Ausmaß der Pandemie in China zu verschleiern versucht (hier).

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