Morning Briefing – 12. März 2020 – Rezession // Hilfspaket // Repo // Boeing

Guten Morgen,

So, den Morgen habe ich mit Corona zugebracht – und mal versucht, mir als Nicht-Mathematiker die aktuell kursierenden Daten zu Mortalitätsraten und die daraus folgenden Konsequenzen selber zu erklären. Das Ergebnis finden Sie hier. Aber auch die Börsen scheinen sich vertiefter mit dem Virus zu beschäftigen – und schmieren ab (hier). Das aber auch, nachdem Mr. Trump erst mal den Flugverkehr aus Europa in die USA zum Erliegen bringen dürfte (hier). Die Börse spiegelt aber nur die wachsende Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung, bzw. die wachsende Sicherheit darüber, dass es eine Rezession geben wird, wieder.

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Corona – Exponentialismus in der Praxis

Auf Grund der dynamischen Entwicklung des nun auch offiziell von der WHO als Pandemie eingestuften Corona-Ausbruchs (hier), ist es aktuell nicht möglich, „belastbare“ Zahlen bezüglich Infizierten, Kranken und Sterberate zu liefern. Ein Freund von mir (ja, Steffen, von dir ist die Rede), alt, weiß und mit Vorbelastung „gesegnet“, modelliert sich derzeit – ganz Naturwissenschaftler – einen Wolf an irgendwelchen Excel-Tabellen, mit denen er den Verlauf der Epidemie hochrechnet. Muss eine Art von morbider Faszination sein, aber ok, wie sagt Schatzi immer: „Jede Jeck is anders!“ Aber, auch wenn alle Zahlen derzeit mit Vorsicht zu genießen sind, so kann man auch als einfacher Blogger (und bekennender Nicht-Natur-Wissenschaftler) aus den bisherigen Entwicklungen in verschiedenen Ländern zumindest erste Hypothesen ableiten:

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Morning Briefing 11. März 2020 – Politik // Fußball // Lehre

Fällt das nur mir auf? All diese wichtigen Leute, die sich immer für Ihre Verantwortung rühmen, aber wenn es drauf ankommt, nur „fordern“ können? Beispiel: „Söder fordert Corona-Notfallkonzept“ Der Herr ist übrigens der Ministerpräsident von Bayern, der könnte also mir als deppertem (Wahl-) Berliner doch mal zeigen, wo der Hammer hängt – und mit einem eigenen Konzept steil gehen. Das würde man dann neu-deutsch „Leadership“ nennen. Wie wichtig dieses Leadership angesichts der nachfolgenden „Highlights“ unserer aktuellen gesellschaftlichen Kultur ist, wird sich auch und gerade beim Umgang mit dem Coronavirus zeigen (s. dazu heute schon hier):

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Corona – ein klassisches Dilemma für Politiker

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die „Frage aller Fragen“ beim Coronavirus die, wie sich die Konjunkturkurve unter dem Einfluss des Virus entwickelt, „V“, „U“ oder „L“ sind hier die diskutierten Synonyme (s. nur hier). Das Coronavirus hat nun das Zeug für eine klassische Tragödie, stürzt es die Politik(er) weltweit doch in ein Dilemma zwischen dem Schutz der Menschen und dem Schutz der wirtschaftlichen Entwicklung (die aber wiederum auch dem Menschen dienen sollte). Und – wie es sich für ein „gutes“ Dilemma gehört – ist keiner der sich aktuell abzeichnenden Handlungsverläufe dazu geeignet, wirklich frohgelaunt nach vorne zu schauen:

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Morning Briefing – 10. März 2020 – Flybe // Lufthansa // Boeing

Guten Morgen,

Gestern war ein historischer Tag, das kann man ohne Untertreibung sagen. Die Börsentafeln weltweit waren ein rotes Meer: Am Ende des Blutbades hatte der DAX 7,94% verloren (hier), der Dow Jones büßte 7,8% ein (hier). Ohne in die Details zu gehen: an den anderen Börsen sah es nicht besser aus. Ausgelöst wurde der Crash am nunmehr zweiten „schwarzen Montag“ in meinem Leben (der erste war der 19. Oktober 1987, der Tag, als das Börsenplanspiel der Sparkassen an meiner Schule startete…. (hier)) wohl eher durch den Ölpreiskrieg zwischen Russland und Saudi Arabien (hier), denn durch den Coronavirus, wobei letzterer natürlich stark verstärkend wirkte.

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Morning Briefing 9. März 2020 – Coronavirus-Special

110.276/3.840 ist der aktuelle Stand der Infizierten / Toten durch den Coronavirus weltweit. Aber, je näher die Pandemie zu „uns“ in Deutschland heranrückt, um so mehr interessieren einen auch die Zahlen vor der eigenen Haustür: So weist Italien mit einer „Quote“ von 7.375 / 366 zwar leicht weniger Fälle aus, als Südkorea (7.478/53), aber die Mortalitätsrate dort beträgt nur (grob) 1/7 derer in Italien. Woran liegt das? Vielleicht an denselben Maßnahmen, die Taiwan fast unberührt von diesem Virus erscheinen lassen (hier)? Könnten unsere Krisenmanager in Deutschland von Südkorea und Taiwan lernen? Ja. Werden sie es tun? Ich bezweifele es, wie auch die nachfolgenden Erwägungen des erneuten „Coronavirus-Specials“ zeigen:

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Morning Briefing – 6. März 2020 – „New Work“-Special

Guten Morgen,

Passend zur aktuellen Ausgabe von Brand Eins (hier) und für einen nicht ganz so dramatischen Ausklang der Woche gebe ich heute mal den hippen, vor Buzz-words sprudelnden, Blogger und widme mich in einem „New Work Special“ der schönen neuen Arbeitswelt:

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Morning Briefing 5. März 2020 – Erregung // Angst // Deutschland

Guten Morgen,

Gestern sah ich mich bemüßigt, für eine Frau der Partei Die Linke zu ergreifen (hier). Ich! Aber die Wogen der Erregung über die vorgebliche Aufforderung zur Erschießung von Reichen war mir dann doch zu viel. Wenn man das (mit 50 Sekunden wirklich sehr kurze) Video mit der Aussage sieht, merkt man, dass die Rednerin offensichtlich aus dem Elfenbeinturm, in den die Diskussion scheinbar geraten war, ausbrechen wollte und deswegen überspitzt reagiert hat. Bestimmt nicht toll, schon gar nicht geschickt – aber müssen dann die Berufsaufgeregten gleich wieder nach dem Verfassungsschutz rufen? Ich glaube nicht – auch wenn ich Ihnen Recht gebe, dass ein ähnlicher Spruch ausgehend von der AfD und nach den Erfahrungen in Thüringen sogleich zu einer erneuten Staatskrise geführt hätte. Aber vielleicht sollte man auch die entsprechenden Äußerungen der AfD mal unaufgeregter werten, wer weiß.

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Morning Briefing – 4. März 2020 – US-Unternehmens-Verschuldungs-Special

Guten Morgen,

Stell dir vor, die Fed senkt die Zinsen (hier) – und die Börse crasht. Genau so gestern passiert (hier). Na, da kommt ja Freude auf, träumen doch die Börsianer von einem „Shanghai Accord 3.0“ (hier, s. auch schon hier), bei dem die Zentralbanken weltweit koordiniert Geld in den Markt pumpen und die Zinsen senken. Und auch die BOJ kauft ja schon wieder den Markt leer (hier).

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Morning Briefing 3. März 2020 – China-Special

Guten Morgen,

In Vorbereitung auf meine heute beginnende Vorlesung bin ich auch wieder mal ein Handbuch zur Arbeit von Krisenstäben durchgegangen (hier). Erste Regel: „Vor die Lage kommen“, also sich nicht von Entwicklungen überraschen lassen. Herr Altmaier zeigt gerade mal wieder, wie man das nicht macht (hier): „Coronavirus darf „Aufschwung nicht infizieren““, meint er. Durch ein Verleugnen der Realitäten kommt man jedenfalls nicht vor die Lage, so viel kann ich schon mal verraten. Passend dazu hat die OECD die Wachstumsprognose für die Welt gerade auf 1,5% HALBIERT (hier), wenn sich der Virus über die USA und Europa verteilt (was er gerade tut….).

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