Guten Morgen,
Geht es nach dem Ärztepräsident, sollen demnächst Polizisten die Einhaltung von Corona-Quarantänen überwachen (hier). Grundsätzlich ist es ja richtig, dass die Polizei Gesetze durchsetzt. Die Frage ist aber hier eher nicht, wie die sowieso überlastete Polizei diesen weiteren Aufgabenbereich abdecken sollen, sondern wie schnell und unüberlegt „Experten“ staatliche Eingriffe fordern, die eigentlich eine ultima-ratio darstellen sollten.
Passend dazu zum Wochenende mal ein „Corona-Gesellschafts-Special“ zum Nachdenken:
Ok, vielleicht ist doch nicht alles so schlecht mit Corona.
Den ersten Artikel sollten sich vielleicht mal unsere derzeit etwas herrschaftlich auftretenden Politiker (insbesondere die der Regierung) abonnieren. Und den zweiten (aus Karriere.de) finde ich einfach nur abstoßend – er steht aber hier, weil er die Aussage des ersten Artikels („Macht verdirbt den Charakter“) durchaus belegt.
Tja, auch meine Feststellung, dass die Deutschen schon eher ängstlich sind.
Und die Angst kann auch leicht in Wut umschlagen, weil man sich so zumindest selber Kontrolle über die Situation suggerieren kann. Herr Lobo mal wieder in Bestform…
„Tunnelblick“ – „Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass Journalismus differenzierter sein und Maßnahmen in der Corona-Pandemie auch grundsätzlich hinterfragen müsse. Dies sei in den Beiträgen der Öffentlich-Rechtlichen aber nicht geschehen, resümierten sie. Gräf sagte, vielmehr überwiege das Bild: „Individuelles Wohl wird eingeschränkt für das überwiegende Wohl.““
Wow, wow, wow, wer hätte das gedacht (s. bei mir nur hier)? Einziger Wermutstropfen: Ich finde die Studie nicht…
Fazit: Diese freitägliche Sammlung ist und kann natürlich nur ein Schnappschuss der aktuellen mentalen Lage der Deutschen sein. Der Corona-Schock hat, wenig verwunderlich, auch die Seelenlage mehr als aufgedeckt. Und es sieht zumindest aktuell nicht so gut aus vor dem anstehenden (Nicht-)Demonstrations-Wochenende Corona-Gegner (hier). Furcht vor Corona und/oder grundsätzlichen Einschränkungen der Freiheitsrechte trifft auf – in meinen Augen – nicht besonders sensibel, sondern eher nass-forsch, handelnde Politiker. Keine gute Mischung. Ich hoffe, der Spruch: „Ruhe ist erste Bürgerpflicht“ bleibt in der Schublade
Historisch: 1963: Über 200.000 schwarze und weiße Bürger beteiligen sich am Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit. Martin Luther King hält seine berühmte Rede „I Have a Dream“ (Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/28._August)
Keep calm and carry on!
-tz