Morning Briefing 27. Februar 2019 – Konjunktur // Rezession? // Überschuss

Guten Morgen,  

Der Exit vom Brexit rückt näher – nun ist auch Theresa May für eine Verlängerung der Ausstiegsfrist (hier). In den zwei folgenden Jahren dürfte es ein neues Brexit-Votum geben, von denen die „Elite-Blase“ glaubt und hofft, dass es mit einem „Bremain“ endet. Glaube ich zwar auch, aber Cameron glaubte beim ersten Votum so felsenfest an einen Ausgang pro Verbleib in der EU, dass er noch nicht mal einen Plan B hatte. Wir kennen das Ergebnis. Aber soweit sind wir ja noch nicht…

„And now to something totally different!“ – nämlich deutscher „Problem-Hausmannskost“:

Konjunkturhttps://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/konjunktur-bestaetigt-deutsche-wirtschaft-stagniert-im-vierten-quartal/24026504.html

Aha – das lege ich mir auf Wiedervorlage in zwei bis drei Jahren – und ich bin mir sicher, dass Destatis „stickum“ diese Zahlen nach unten korrigieren wird. Mein Tipp ist: auf -0,3%.

Rezession?https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wir-stecken-schon-tief-in-der-Rezession-article20876054.html(Danke, Wolfgang)

Mit genau derselben Argumentation, wie ich schon vor einiger Zeit (hier) zerpflückt Herr Flassbeck die angebliche „Stagnation“, die das statistische Bundesamt für das vierte Quartal 2018 meldete. Angesichts der stark fallenden Produktionszahlen und Auftragseingänge für das vierte Quartal ist die Behauptung dieser Bundesbehörde schlicht unglaubwürdig. Und wieder wird Zeit vergeudet, bis Gegenmaßnahmen ergriffen werden – wahrscheinlich mit Blick auf die anstehenden Landtags- und Europawahlen. 

Den Lösungsvorschlag von Herrn Flassbeck dagegen – Geld raushauen – halte ich (noch) nicht für vernünftig. Denn im Gegensatz zu seinen Ausführungen steigen die Aufträge im Baugewerbe (noch) (hier) und auch der Maschinenbau steht nicht so schlecht da (hier). Deswegen würden staatliche Investitionsprojekte zum jetzigen Zeitpunkt nur zu einer Verteuerung führen, also im Endeffekt zu Mitnahmeeffekten. 

Erst wenn sich die aktuellen „Gewinnwarnungen“ deutscher Konzerne (hier) in tatsächlich realisierten Verlusten äußern, dann sollte der Staat wieder einspringen.

Bis dahin solle eher Sparen angesagt sein.

Überschusshttps://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/haushalt-58-milliarden-euro-deutscher-staat-erzielt-rekordueberschuss/24026358.html

Genug Geld verdient der Staat ja. Aber leider geht das in konsumptive Ausgaben, wie z.B. die Rente mit 63 – deren negative Auswirkungen weit über die aktuellen Wirtschaftsjahre hinausgehen dürften (hier). Die Babyboomer nehmen halt mit, was geht – und die Nachgeborenen dürfen die Suppe dann auslöffeln….

Dieses Geld wird fehlen, wenn es darum geht, Deutschland in die Zukunft zu führen.

Historisch1900: Nach einem Streit mit der Vereinsführung des MTV München 1879 spalten sich elf Fußballspieler ab und gründen den FC Bayern München (aus: https://de.wikipedia.org/wiki/27._Februar)

Ich wünsche einen guten Start in den Tag!

Viele Grüsse,  

-tz 

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