Morning Briefing – 14. Februar 2019 – Deutsches BIP // Italien // Venezuela

Guten Morgen, 

Oha, was müssen sich die Auguren da aus den Fingern gesogen haben: Laut brandaktueller Pressemeldung von Destatis ist das deutsche BIP im vierten Quartal 2018 nicht weiter geschrumpft, sondern bei 0,0% stehen geblieben (s. unten). Wer das angesichts der Zahlen für Produktionsentwicklung und Auftragseingänge im letzten Quartal glaubt (s. dazu die Darstellung von Wolfunten, insbesondere die vielen roten Balken am Ende des Jahres….), der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Zahlen in den folgenden Wochen weiter nach unten revidiert werden. Zur Erinnerung: In der Finanzkrise wurde der Rückgang des BIP für 2009 zunächst mit -4,8% angegeben – im Nachhinein wurde der Wert dann auf -5,6% nach UNTEN revidiert. 

Nun könnte man sich fragen, warum ich mich überhaupt darüber aufrege, ist doch nur ein Wert (und die Grünen halten ihn auch (zeitlich) passend für unpassend (hier)). Ja, ABER, das Problem ist, dass die aktuelle Lage – die sich seit Monaten abzeichnet – nicht als das erkannt wird, was sie ist: Wirtschaftskrise. 

Und Deutschland sollte sich nicht nur auf den eigenen Bauchnabel konzentrieren, denn andere Länder zeigen schon, wie tief es gehen kann:

Deutsches BIP: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2019/02/PD19_050_811.html

Schon im „Monthly“ für Oktober 2018 (hier) hatte ich die Begründungen für den (von den Experten wie immer unerwarteten) Rückgang beim BIP als das entlarvt, was es war – eine billige Ausrede. Die aktuelle „Nullsumme“ des BIP (die angesichts der traditionellen Wachstumsstärke im Schlussquartal schon ein Menetekel wäre) ist denn auch nicht weiter verwunderlich – alleine schon, wenn man den Rückgang bei Produktion und Auftragseingang im letzten Quartal betrachtet…

Italienhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/italien-in-der-rezession-fatale-spirale-a-1252621.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/italien-koennte-haushaltsloecher-mit-goldverkauf-stopfen-a-1252774.html

Ah, die Euro-Krise meldet sich auch mal kurz – aber die EZB wird das schnell lösen und mit einem „Euro-Zonen Budget“, der Vergemeinschaftung der Schulden und einer Haftungsunion wird die EU Dank der deutschen Wirtschaftsstärke ganz schnell auf einen nie gekannten Pfad des Wachstums zurückfinden… (sarc out).

Venezuelahttps://www.welt.de/wirtschaft/article188695551/Venezuela-Mit-60-Milliarden-Dollar-aus-der-Krise.html

„The problem with socialism is that you eventually run out of other people’s money.“ (Margaret Thatcher).

Die Entwicklung in Venezuela beobachte ich ja schon seit Jahren (s. hier). Das Land hat Ölreserven ohne Ende – und jetzt Hyperinflation. Sollte einem zu denken geben….

Historisch1967: Auf Initiative des deutschen Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller (SPD) treten erstmals Vertreter der Regierung, der Gebietskörperschaften, der Gewerkschaften, der Arbeitgeber- und der Unternehmerverbände zu einer konzertierten Aktion zur Überwindung der Wirtschaftskrise zusammen (aus:https://de.wikipedia.org/wiki/14._Februar

Ich wünsche ich einen guten Start in den Tag!

Viele Grüße,

-tz

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