Morning Briefing – 26. Juni 2018 – BIZ // China // Emerging Markets

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Guten Morgen,

Na, ist der Einbruch des DAX um fast 2,5% (Dow Jones um -1,33%) gestern ein Zeichen – oder sind das nur die berühmt-berüchtigten „politischen Börsen“, die ja bekanntlich kurze Beine haben? Das werden wir heute sehen können.

Während die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen (hier) sich immer weiter von der 3%-Marke entfernen, steigen die italienischen Staatsanleihen mit gleicher Laufzeit langsam, aber sicher genau in diese Richtung (hier). Der Libor tendiert auf Euro-Basis eher nach unten und auf Dollar-Basis weiterhin eher seitwärts (hier). Diese langsam steigenden Zinsen schlagen so langsam auf die sog. „Emerging Markets“ durch, wie wir unten sehen werden.  

Auch heute beschäftigen mich dementsprechend auch eher wieder Finanzthemen:

BIZ: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/biz-jahresbericht-die-wichtigsten-charts/

Gestern hatte ich ja schon von der Warnung der Bank für internationalen Zahlungsausgleich vor Bilanztricks à la Lehman berichtet. Daniel Stelter hat den Jahresbericht der BIZ ziemlich gut zusammengefasst und kommentiert – keine bahnbrechenden Erkenntnisse, aber die BIZ ist ja auch seit Jahren konsistent in ihren Warnungen

China: https://www.zerohedge.com/news/2018-06-24/china-cuts-reserve-ratio-unlocks-700bn-yuan-amid-rising-trade-war-mass-defaults-and

Kaum beachtet von den deutschen Medien (aber bestätigt durch seriöse Medien, s. nur die FT (hier)) hat chinesische Zentralbank die Vorschriften zur Kreditvergabe so gelockert, dass rund USD 100 Mrd. Kredite neu vergeben werden können. Augenscheinlich reagiert China damit auch auf durch die Strafzölle der USA verursachte Probleme.

Emerging Markets: https://www.project-syndicate.org/commentary/will-emerging-markets-trigger-global-debt-crisis-by-kenneth-rogoff-2018-06

https://www.focus.de/finanzen/boerse/etliche-sorgenkinder-diese-laender-aus-den-emerging-markets-kommen-als-naechste-auf-die-abschussliste_id_9047500.html

Ebenfalls wenig beachtet in den deutschen Medien zeigen sich die Auswirkungen der steigenden US-Zinsen insbesondere in den Volkswirtschaften der Schwellenländer. Der Focus macht hier eine gut sortierte Ausnahme.

Und wahrscheinlich warnt der Krisenkenner Rogoff nicht ganz umsonst davor, dass die Entwicklungen der Schwellenländer durchaus einen Krisenindikator für die weltwirtschaftliche Entwicklung darstellen können.

Historisch: 1974: Die Herstatt-Bank in Köln und Bonn muss auf Anordnung des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen nach Milliardenverlusten bei Devisentermingeschäften ihre Schalter schließen (aus: https://de.wikipedia.org/wiki/26._Juni)

Wie immer wünsche ich einen guten Start in den Tag!

Viele Grüsse,

-tz

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