Morning Briefing 4. November 2020 – Cyber-Crime-Special

Guten Morgen,  

Da die Wahl in den USA noch nicht gelaufen ist (aktueller Stand jeweils hier), können wir uns doch anderen Themenstellungen zuwenden. Da „fliegt“ er sozusagen endlich, der BER und schon geht es weiter mit den Pannen: Nicht nur das eine wichtige Rolltreppe gar nicht geplant wurde (hier), nein, die Gäste der (sehr kleinen) Eröffnungsfeier haben sich dann auch noch gegenseitig mit Corona beschenkt (hier). Meine Tochter musste mich gestern allerdings bezüglich letzterem auf die gewisse Pointe der Ansteckung von Herrn Woidke & Co. hinweisen: Entweder haben sich alle Beteiligten an die Corona-Regeln gehalten – und die bringen damit nachweislich nichts, weil die Beteiligten sich ja doch angesteckt haben. Oder, worauf auch das Bild der Beteiligten ohne Maske hindeutet, die werten Politiker (dabei auch Herr Müller und natürlich Herr Scheuer…), haben sich eben selber nicht an die Corona-Regeln gehalten. Beide Erklärungen sind nicht gerade vorteilhaft für „unsere“ Politiker.  

Nachdem ich in der letzten Woche mal kein Crime-Special bieten konnte, heute mal ein „Spezial-Spezial“ zu Cyber-Kriminalität. Die letzte Ausgabe ist auch schon länger her (hier, s. aber auch hier), aber an Aktualität hat das Thema (leider) nicht eingebüßt:  

Cyber-Bunker: https://rp-online.de/panorama/deutschland/darknet-prozess-um-cyberbunker-an-der-mosel-beginnt_aid-54111871 

https://www.zeit.de/digital/internet/2020-10/cyberbunker-prozess-darknet-cyberkriminalitaet-landgericht-trier

An diesem „Bunker“ wird deutlich, was für Dimensionen die „Digitalisierung des Verbrechens“ schon erreicht hat.  

Cyber-Crime: https://www.tagesspiegel.de/berlin/fall-ist-in-seiner-dreistigkeit-einzigartig-wie-ermittler-ein-komplexes-cyber-betrugssystem-aufdeckten/26202254.html 

Mal eine gute Darstellung, wie aufwendig die Aufklärung von Wirtschaftsstraftaten allgemein und Cyber-Kriminalität im Besonderen ist. Hut ab vor den Beteiligten – und dem Journalisten! 

Cyber-Angriff: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/bsi-lagebericht-warnt-vor-emotet-und-ransomware-17010858.html 

And here we go again – stellen Sie sich mal vor, in der aktuellen Lage würde es einen „erfolgreichen“ Emotet-Angriff geben (s. für die Folgen z.B. hier).  

Fazit: Die Kriminaliät wandert (nicht erst seit gestern) ins Netz. Damit entsteht für die Strafverfolgungsbehörden eine neue Hürde bei der Aufklärung entsprechender Taten – sprich, es dürfte a) eine hohe Dunkelziffer geben und b) der Verfolgungsdruck (=Abschreckung Krimineller) ist eher zu vernachlässigen. Und: Das Problem wird größer.  

Historisch: 1983: Die von Horst-Dieter Esch gegründete IBH-Holding, ein in Mainz ansässiger Baumaschinenkonzern, bricht unter einer Schuldenlast von umgerechnet etwa 500 Millionen Euro zusammen (Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/4._November)  

Keep calm and carry on! 

-tz  

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