Morning Briefing – 12. Februar 2019 – Unternehmensverschuldung // Schulden // Schulden USA

Guten Morgen, 

Zwar werden erst am Donnerstag die Zahlen zum deutschen BIP-Wachstum im vierten Quartal 2018 veröffentlicht. Selbst wenn dabei noch ein Mini-Plus herauskommen sollte, dürfte sich das Wachstumstempo nunmehr auch in Deutschland sehr verlangsamen. Dementsprechend negativ sieht der globale IFO-Index die zukünftige Entwicklung (hier). Im Umkehrschluss heißt das aber, dass die Weltwirtschaft bislang ganz ordentlich lief. Allerdings, wenn man die nachfolgenden Artikel liest, auch nur auf Grund einer ausufernden Verschuldung, gegen die sich die Risiko-Orgien der letzten Finanzkrise wie das sprichwörtliche „laue Lüftchen“ ausnehmen. 

Aus diesem Grunde heute ein schlecht verschleiertes „Schulden-Special“

Unternehmensverschuldung:  https://www.capital.de/geld-versicherungen/capital-02-2019-die-groesste-blase-der-welt

Guter Artikel aus Capital – „Die größte Blase der Welt“ – leider hinter Paywall, aber eine gute Gesamtdarstellung zur Entwicklung der Verschuldung nicht nur von US-Unternehmen, wie Netflix oder McDonalds. Letztere ist auch ein „Vorreiter“ bei Aktienrückkäufen, wie das Handelsblatt (hier) gut herausarbeitet: „Die Fast-Food-Kette McDonald’s kaufte im vergangenen Jahr für 5,2 Milliarden Dollar eigene Aktien, in den letzten fünf Jahren sogar für 30 Milliarden Dollar – und bilanzierte zuletzt ein negatives Eigenkapital von 6,3 Milliarden Dollar. Die Schulden übersteigen also das Vermögen. Nach traditioneller Lesart ist solch eine Firma überschuldet.“

Schuldenhttps://www.derstandard.de/story/2000096567804/staatsschulden-auf-rekordniveau-alles-kein-problem

Ach so, die Schulden sind also laut IWF kein Problem – bei Niedrigzinsen. Passend dazu will der IWF zur Durchsetzung der dann erforderlichen Negativ-Zins-Politik auch gleich Bargeld-Besitzer extra besteuern (hier). Wow. Das gibt mir ja ein super Gefühl – werden sich Politiker aller Couleur doch diese Kombi sehr genau anschauen. Bei der nächsten Krise also elektronisches „Helikoptergeld“ (Grundeinkommen) bei gleichzeitiger Bestrafung des Bargeldbesitzes und dem durch negative Zinsen (wer sagt denn, dass das bei -4% enden muss?) erzeugten Zwang zur schnellen Konsumption des Geldes als „Rettungsanker“? Das dürfte relativ zügig zu einer (weiter) gesteigerten Inflation von Vermögenswerten führen – also bei Immobilien, etc. Hyperinflation 1923? Schon mal davon gehört?

Schulden USAhttps://www.welt.de/wirtschaft/article188552709/Donald-Trump-Neuverschuldung-der-USA-erreicht-neuen-Rekord.html

Frank Stocker: „Allein im vergangenen Fiskaljahr, das am 30. September 2018 endete, gingen die Steuereinnahmen daher um 205 Milliarden Dollar zurück – und das in einer Phase des absoluten Booms. Das widerlegt zunächst all jene, die stets behaupteten, derartige Steuersenkungen würden sich letztlich selbst finanzieren.“ In ein ähnliches Horn hatte Prof. Dr. Sinn schon vor einiger Zeit gestoßen – als er die Wirtschaftspolitik von Trump mit der von Ronald Reagan verglich (hier).

Historisch1908: In New York startet das Große Rennen rund um die Welt nach Paris. Teilnehmer an dem bekannten Automobilrennen sind unter anderem der Deutsche Hans Koeppen und der Amerikaner George Schuster. Das Rennen dauert bis Ende Juli und führt durch ganz Amerika, Asien und Europa (aus: https://de.wikipedia.org/wiki/12._Februar

Ich wünsche ich einen guten Start in den Tag!

Viele Grüße,

-tz

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