Morning Briefing – 8. Juni 2018 – Argentinien // Auftragseingänge // Bundesagentur für Arbeit

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Guten Morgen,

„G6+1“ ist das neue Kürzel, dabei kam man mal von „G20“ (hier). Der jetzt drohende (oder schon laufende?) Handelskrieg ist kein gutes Omen für eine ansonsten derzeit nicht so recht durchstartende Weltwirtschaft. Damit will ich nicht einer „Freie Fahrt für deutsche Exportüberschüsse“ das Wort reden, denn wir Deutsche werden uns noch über den Loser-Titel des „Export-Weltmeisters“ in den Allerwertesten beißen – spätestens dann, wenn die (derzeit mit Euro 956 Mrd. notierenden, nein Sie haben sich nicht verlesen, hier) Target-2-Salden ausfallen, wie mittlerweile selbst dem ansonsten eher transusigen Handelsblatt aufgeht (hier).

Dann mal los:

Argentinien: https://www.zerohedge.com/news/2018-06-07/argentina-bailed-out-biggest-ever-loan-imf-history

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iwf-gewaehrt-argentinien-kredit-ueber-50-milliarden-dollar-a-1211832.html

Interessant ist der Schluss des Zerohedge-Artikels, in dem geschildert wird, wie der IWF 2004 einsah, dass der in 2000 gewährte Notkredit ein Fehler war…

Auftragseingänge: https://www.welt.de/wirtschaft/article177129920/Konjunktur-Der-Bruch-der-Drei-Monats-Regel-wird-zur-Gefahr-fuer-Deutschland.html

https://finanzmarktwelt.de/abschwung-in-der-deutschen-industrie-ist-im-anmarsch-er-ist-sogar-sichtbar-92136/ (Danke, Alex, für den Link!)

Na, so langsam scheint dem Aufschwung in Deutschland die Puste auszugehen – oder ist es nur ein kurzes Atemholen?

Bundesagentur für Arbeit: https://www.welt.de/wirtschaft/article177150352/Arbeitsagentur-baut-fragwuerdige-Ruecklagen-aus-Beitraegen-auf.html

Als Selbstständiger zahle ich freiwillig für meine Arbeitslosenversicherung – und wundere mich seit Jahren, dass der Beitrag regelmäßig steigt. Jetzt weiß ich warum. Die Welt nervt mich ja ab und an mit ihrem Nudging-Gehabe schon und ihr stetes und pauschales Abstreiten oder Relativieren der zunehmenden Einkommens- und Vermögensspreizung in Deutschland ist schon so durchsichtig interessengleitet, dass es wieder lächerlich ist. ABER: ebenfalls ab und an hat Die Welt Wirtschaftsartikel, die stellen alles in den Schatten, was man so tagesjournalistisch sieht – dieser Artikel gehört fraglos dazu. Da könnte sich das Handelsblatt mal was von abschneiden!

Wenn es allerdings mit der deutschen Wirtschaft so abwärts geht, wie die Einbrüche bei den Auftragseingängen signalisieren – dann werden wir uns noch über die Rücklagen freuen…

Historisch: 2003: In Polen stimmen 77 Prozent der Wähler in einem Referendum für den Beitritt zur EU (Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/8._Juni>)

Wie immer wünsche ich einen guten Start in den Tag und schon mal ein schönes Wochenende!

Viele Grüsse,

-tz

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