Morning Briefing – 18. April 2018 – Wirtschaftswachstum // Rezession D? // Fachkräftemangel

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Guten Morgen,

Die Börsen lassen sich weder von den Wirren in Syrien noch von den zunehmend schlechter werdenden Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Welt und Deutschland (s. Vorgestern und sogleich unten) abschrecken. Gestern stieg der DAX um 1,57%, der Dow um 0,87% und der Nikkei schloss am Morgen 1,42% höher. 

Derweil nähern sich die USA und Nordkorea augenscheinlich an (hier). Wer hätte das vor einem halben Jahr gedacht? Hoffen wir, dass sich so ein Szenario auch für den Syrien-Konflikt und das südchinesische Meer abzeichnet…..

Wirtschaftswachstumhttps://www.welt.de/wirtschaft/article175544360/IWF-Eine-duestere-Prognose-fuer-unseren-kuenftigen-Wohlstand.html

In seinem „World Economic Outlook, April 2018“ zeichnet der IWF ein ziemlich düsteres Bild der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung, was Die Welt gut nachzeichnet. Demnach beginnt der Abschwung aber erst in „wenigen Jahren“ – die Zeit bis dahin sollten die Regierungen für Reformen nutzen.

Rezession D?https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-04-17/at-least-one-german-recession-indicator-is-now-flashing-orange

Nachdem ich in meinem „Monthly“ ja schon einige Indizes identifiziert hatte, die auf eine Rezession in Deutschland nicht erst in „wenigen Jahren“ hindeuten könnten, legt Bloomberg mit dem Rezession-Index des IMK nach und Wolf höchstselbst seziert den auch von mir beobachteten ZEW Indikator (hier). Nun ja.

Ich persönlich glaube, dass die gegenwärtigen Warnungen eher auf Sondereffekten, wie etwa einer heftigen Grippewelle, einem gegenüber dem Vorjahr längeren und härteren Winter und ähnlichen Faktoren beruhen. Ich denke, wir werden den „üblichen“ Frühjahrsaufschwung erleben – und diese Gedanken spätestens im Mai ad acta legen. Bis zum Herbst. Dann wird es wieder interessant werden – insbesondere, wenn die Fed ihre Zinserhöhungen durchzieht.

Fachkräftemangelhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fachkraeftemangel-wachstum-in-deutschland-koennte-30-milliarden-euro-hoeher-sein-a-1203049.html

Nach meiner Ansicht sind wir schon mitten im demographischen Wandel (befeuert durch die völlig fehlgeleitete „Rente ab 63“). Die Schätzung zum entgangenen Wachstum halte ich für reißerisches Gewäsch, aber die Grundtendenz dürfte stimmen – was auch in einem Abschwung dazu führen dürfte, dass die Arbeitslosenzahlen nicht mehr zur „alten Blüte“, wie 2004/2005 zurückkehren wird. Die große Unbekannte bei dieser Prognose ist natürlich die Digitalisierung.

Historisch:  1988: Nachdem am 14. April die USS Samuel B. Roberts (FFG-58) im persischen Golf auf eine iranische Mine gelaufen ist, führt die United States Navy den Vergeltungsschlag Operation Praying Mantis gegen die Iranische Marine. Die Seeschlacht verändert den Kriegsverlauf des Iran-Irak-Kriegs entscheidend, da der Iran den Großteil seiner Marine verliert (aus: https://de.wikipedia.org/wiki/18._April)

Wie immer wünsche ich einen guten Start in den Tag!

Viele Grüsse,

-tz

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