Die Lösung: VEREINFACHUNG

Einer mein Leitsprüche ist: „Im Krieg funktioniert nur das Einfache – und es ist Krieg!“ Und Bücher, wie Simplify your Life haben seinerzeit eingeschlagen, wie ein Bombe (um mal im kriegerischen Bild zu bleiben). In  der IT ist einer der Leitsätze für Programmierer, das Programm zu vereinfachen, nachdem sie es ans Laufen gebracht haben. Dabei bedienen sich Programmierer dreier Prinzipien – DRY, KISS, YAGNI. Warum wendet man diese Prinzipien nicht auf die (gewollte?) Komplexitität der Welt an?

Was die Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung angeht, gehe ich derzeit von einer eher schockartigen Entwicklung, denn von einer normalen Rezession aus (die sich in den USA aber anbahnt; s. auch das von mir empfohlene Buch „Tipping Point“). So ein Schock könnte durch so ein Ereignis, wie bei der Deutschen Bank im Februar ausgelöst werden, über dass ich mich auch schon mal ausgelassen habe…

Die Frage für mich ist aber nicht (mehr) der Schock an sich, sondern, wie es danach weitergeht – wie „saniert“ man die Staatsfinanzen, die „Geschäftsmodelle“ der Staaten? Wenn das nämlich nicht (zügig) gelingt, dann kann man auch Unternehmenssanierungen vergessen. Die weltwirtschaftliche Lage interpretiere ich als eher negativ (und da bin ich nicht der einzige), was nicht nur am Default von Costa Rica oder der Zinsrate der Zentralbank in Brasilien (14,25%!) oder der Fast-Abstufung von Portugal am Freitag liegt. Diese Ereignisse für sich genommen (wie auch der Fast-Default der Deutschen Bank) wären nicht gravierend.

Aber derzeit könnte ich diese Kette von Negativ-Meldungen und Fast-Abstürzen quasis ununterbrochen verlängern. Das Finanzsystem ist total miteinander vernetzt – und dadurch komplex. Gleichzeitig ist es aber durch die seit der Finanzkrise sehr steil angestiegene Staatsschuldenquote auch sehr fragil geworden. Über Risiko und Fragilität gibt es zahllose Abhandlungen, eine davon ist von Taleb (Black Swan in zweiter Auflage mit Kapitel über Fragilität), das andere eher unbekannt („Die Logik des Mißlingens“). Quintessenz bei beiden Büchern ist aber: zu hohe Komplexität ist ein Risiko an sich! Und diese teile ich – und plädiere für VEREINFACHUNG.

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