Fog of War – 21. Juni 2022 – Tag 118

So, heute sitze ich in einer Compliance-Konferenz. Nun ja. Deswegen heute nur ein kurzes, aber gleichwohl in einigen Monaten möglicherweise häufig zitierter Post aus dem „Kriegsnebel“:

Lage: https://twitter.com/DefenceHQ/status/1539118311409176576 (Lage)

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/wie-weit-sind-die-soldaten-aktuelle-karte-der-russischen-invasion-in-der-ukraine/ (Karte)

https://www.understandingwar.org/backgrounder/russian-offensive-campaign-assessment-june-20

Der Kampf um Sjewjerodonezk geht unvermittelt weiter (wobei die UKR Kräfte wohl nur noch das Chemiewerk Azot kontrollieren, während die UKR Kräfte laut Tagesspiegel eine Offensive nördlich davon, in Isjum, versuchen. Derweil scheint – laut UKMinDef – UKR Kräften mit (Harpoon-?) Raketen ein Schlag gegen RUS Ölplattformen im Schwarzen Meer gelungen zu sein. Wenn die Positionierung auf der Karte zutrifft, sogar sehr weit von der UKR Küste entfernt. Signal an die RUS Schiffe im Schwarzmeer?

Hunger: https://www.welt.de/politik/ausland/article239361459/Steigende-Lebensmittelpreise-koennten-in-elf-Laendern-zu-Unruhen-fuehren.html

https://orf.at/stories/3268935/

https://www.sueddeutsche.de/politik/hunger-somalia-ukraine-1.5602251

https://www.nzz.ch/meinung/der-ukraine-krieg-und-der-hunger-wege-aus-der-krise-ld.1687826?reduced=true

Wenn eine kreml-nahe Politikerin fabuliert, „Der Hunger ist unsere Waffe gegen die Sanktionen“ (hier), sollte klar sein, dass Herr Putin mit dem Krieg in der UKR auch handfeste wirtschaftliche Interessen vertritt – nicht nur beim Öl (s. bei mir dazu hier). Gleichzeitig dürfte „Hunger“ weltweit leider (wieder) zu einem Trend werden – genau, wie die De-Globalisierung (s. gestern bei mir hier).

BdL: Während der „Abnutzungskrieg“ in der UKR unvermindert weiter geht (s. dazu die wie immer guten Gedanken dazu von Mr. Horsfall, hier), werden die langfristigen Auswirkungen – die dieser Krieg auslöst, als Katalysator beschleunigt oder auch nur sichtbar macht – immer deutlicher sichtbar.

Und, schaut man auf die Auswirkungen, so sollte „Hunger“ als Stichwort gerade  uns Deutschen die Ohren öffnen: Der Flüchtlingswelle aus Syrien lag ein Bürgerkrieg zu Grunde, der zumindest teilweise wohl auf Hungersnöten beruhte (hier, kritisch aber hier). Sprich, es ist im Zweifel nur noch eine Frage der Zeit, bis die nächste Flüchtlingswelle auf Deutschland und Europa zurollt.

Spruch des Tages: „Keine Bange vor neuen Völkerwanderungen! Auch Rom wurde nicht an einem Tage zerstört.“ – Martin Gerhard Reisenberg

Keep Calm & Carry on

-tz

& BTW: Путин, иди на хуй!

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