Morning Briefing – 5. Mai 2021 – So werden Sie (nicht) reich!

Guten Morgen,

Nachdem die Börsen gestern ob der Ankündigung von Zinserhöhungen durch die US-Finanzministerin Yellen (hier) mal  so richtig abgeknickt sind (hier), heute mal Klickbating auf niederstem Niveau! Natürlich kann Ihnen nicht erklären, wie Sie reich werden – das können nur Sie selbst für sich klären (anderer Ansicht natürlich das Hurrablatt, hier). Ich kann Ihnen nur auf Grund eigener Erfahrung (die unten („Armut“) auch bestätigt wird, mitgeben, dass harte Arbeit dazu alleine nicht ausreicht. Und mit dieser Einsicht stehe ich wohl nicht mehr alleine da:

Armuthttps://www-wolfgang–gruendinger-de.cdn.ampproject.org/c/s/www.wolfgang-gruendinger.de/amp/marshmallow-prinzip

Schon ein provozierender Post, gebe ich zu. Aber vielleicht gelangt das „Du kannst es schaffen, wenn du es nur wirklich willst“ aktuelle doch etwas ins Wanken.

Soziale Mobilität: https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/finanzen-die-reichen-bestimmen-den-verlauf-der-wirtschaft-ld.1602691

Die soziale Mobilität, sprich, insbesondere die Fähigkeit, sozial aufzusteigen, stagniert im besten Falle.

Vermögen: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/so-ungleich-ist-deutschland-loehne-steigen-staerker-als-kapitaleinkommen-a-bb09919c-6231-433e-9256-bc3e65ec41ce

Bis Corona stiegen die Einkommen stärker als die Vermögen. Ok. Das würde im Zweifel die Armut bekämpfen und die soziale Mobilität erhöhen. Aber zunächst: von welcher Basis aus? Und dann: Wird das nach Corona so weitergehen?

Fazit: Man muss nicht arm im klassischen Sinne sein, um die fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten in einer Gesellschaft zu beklagen, aber wenn man arm ist UND kaum Aussichten auf Aufstieg hat, dürfte dies eine deprimierende Erkenntnis sein. Dass dieses Phänomen nun nicht nur in Europa präsent ist, zeigt der Rückgang der Einkommen bestimmter Teile der US-Bevölkerung, die auch zur sog. „Opioid-Krise“ geführt hat (hier). Das diese Entwicklung die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten zumindest beeinflusst hat, dürfte mittlerweile unstreitig sein. Und das ist die Krux: Wenn europäische Politik die soziale Mobilität nicht wieder in Gang setzt, bzw. das Mantra von Ludwig Erhard („Wohlstand für alle“)

Spruch des Tages: „Eine starke Triebkraft der wirtschaftlichen Leistung ist das Streben nach Eigentum. Es ist darum ein bedeutsames politisches Ziel, möglichst vielen Menschen die Eigentumsbildung in eigener freier Verfügung zu ermöglichen.“ – Ludwig Erhard

Keep calm and carry on!

-tz 

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