Meine Sicht der Sicherheitslage hatte ich zuletzt mit Briefing vom 21. August 2026 zusammengefasst (hier). Seitdem entwickelt hat sie sich sehr dynamisch weiter entwickelt:
Aktuell werden Szenarien, wie das „Masala“ oder „Narwa“ (hier und hier) und ein Szenario diskutiert, bei dem RUS/BELARUS Truppen eine „Nordflanke“ aufmachen (hier und hier). Mich würde es nicht wundern, wenn RUS BEIDE Szenarien in Gang setzen würde. Die Nato reagiert „nervös“ – während Herr Kiesewetter vor den Szenarien warnt (hier) und scheinbar sogar Planungen zu Gegenschlägen in der Nato diskutiert werden (hier und hier), fordert der Historiker Uhl mehr Diplomatie – weil Putin am Ende sei (hier, s. aber den kritischen Kommentar hier). Und Finnland fordert erst schwedische Unterstützung an (hier), dann erklärt der finnische Premier Stubb, dass ein Angriff RUS auf die Nato unwahrscheinlich sei (hier).
Möglicherweise auch im Zusammenhang mit der gestrigen Pressekonferenz von BMI und AA, bei der RUS für den Drohnenanschlag am Leipziger Flughafen verantwortlich gemacht wurde (hier, gute Einordung von Ronzheimer hier), gab es zwei Anschläge auf die Stromversorgung – in Brandenburg (hier) und in der Nähe von Köln (hier). Ähnlich gelagerte Vorfälle werden aus Polen (hier) und Ungarn (hier) gemeldet.
Zum einen könnte die steigende Anzahl von (Meldungen über) Vorfälle tatsächlich stärkere „hybride“ Aktivitäten RUS indizieren – ob nun isoliert oder tatsächlich in Vorbereitung eines Angriffs. Zum anderen indizieren diese Meldung, dass RUS möglicherweise in Bezug auf die EU-Staaten eine ähnliche Taktik wie in UKR anwendet – nämlich direkte Angriffe auf die Energieversorgung.
Wenn diese Hypothese zutrifft, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein derartiger Angriff in nicht allzu ferner Zukunft zum Ziel führt.
